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Security News #36
Folge 36 des Security News Podcasts blickt auf die bevorstehende it-sa Expo&Congress 2026 in Nürnberg und beleuchtet aktuelle Herausforderungen der IT-Sicherheit. Neben der erwarteten Rekordzahl von mehr als 1.000 Ausstellern bei der it-sa stehen die Empfehlungen des BSI zur Absicherung internetverbundener Steuerungsanlagen im Mittelpunkt. Eine Studie der Cloud Security Alliance zeigt zudem Grenzen von Data Loss Prevention auf und thematisiert Datenabflussrisiken durch generative KI sowie die Belastung durch zahlreiche Warnmeldungen. Abschließend geht es um die gemeinsame Warnung internationaler Sicherheitsbehörden und die empfohlenen Schutzmaßnahmen für Organisationen, insbesondere in kritischen Infrastrukturen.
Zusammenfassung (TL;DR):
- it-sa 2026: erstmals mehr als 1.000 Aussteller erwartet; alle fünf Messehallen ausgebucht.
- Vernetzte Steuerungsanlagen: direkte Internetzugriffe unterbinden, VPN und multifaktorgeschützte Zugriffe einsetzen, Updates zeitnah einspielen.
- DLP-Studie: 73 % der Unternehmen meldeten Datenverluste; nur 16 % der Befragten berichteten, dass DLP den schwerwiegendsten Vorfall vor dem Datenabfluss verhinderte.
- Warnung zu Integrity Tech: Organisationen sollen nach Anzeichen einer Kompromittierung suchen und die empfohlenen Gegenmaßnahmen umsetzen.
Häufige Fragen (FAQ)
Die it-sa Expo&Congress erwartet vom 27. bis 29. Oktober 2026 in Nürnberg erstmals mehr als 1.000 Aussteller. Alle fünf Messehallen sind vollständig ausgebucht. Rund 30 Prozent der ausstellenden Unternehmen kommen aus dem Ausland.
Das BSI empfiehlt, direkte Zugriffe aus dem Internet auf Steuerungssysteme zu unterbinden sowie VPN-Systeme und multifaktorgeschützte Zugriffe einzusetzen. Betreiber sollten Systeme aktuell halten und Sicherheitsupdates sowie Fehlerkorrekturen kurzfristig einspielen. Zudem sollten sie prüfen, ob Geräte oder Anlagen exponiert sind, und konkrete Gegenmaßnahmen zur Routine machen.
Laut der Studie der Cloud Security Alliance dienen DLP-Tools (Data Loss Prevention) häufig eher der nachträglichen Aufklärung als der Verhinderung von Datenverlusten. 73 Prozent der Unternehmen erlitten in den letzten 24 Monaten mindestens einen bestätigten Datenverlust. Nur 16 Prozent der Befragten gaben an, dass DLP den schwerwiegendsten Vorfall vor dem Datenabfluss verhindert hat. Zudem berichteten 90 Prozent von mindestens einer messbaren Auswirkung der Warnmeldungsmüdigkeit im vergangenen Jahr.
CISA, FBI und ihre Partner fordern Organisationen auf, die gemeinsame Warnung zu Integrity Tech zu prüfen, nach Anzeichen einer Kompromittierung zu suchen und die empfohlenen Gegenmaßnahmen umzusetzen. Der Aufruf richtet sich insbesondere an Organisationen in kritischen Infrastrukturen. Die Warnung enthält Informationen zur Erkennung schädlicher Aktivitäten und Empfehlungen zur Risikominderung.
NürnbergMesse: it-sa überschreitet 2026 erstmals die Marke von 1.000 Ausstellern (https://www.itsa365.de/de-de/news-knowledge/2026/10/it-sa-ueberschreitet-erstmals-marke)
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI): Gefährdung durch internet-verbundene OT-Systeme (https://www.allianz-fuer-cybersicherheit.de/SharedDocs/Downloads/Webs/ACS/DE/BSI-CS/BSI-CS_154.pdf)
Cloud Security Alliance (CSA): Studie “DLP in the AI Era” (https://cloudsecurityalliance.org/artifacts/dlp-in-the-ai-era-survey-report)
CISA: Chinese Government-linked Cyber Threat Actors Combine Automated and Hands-on Hacking Tools to Steal Sensitive Data (https://www.cisa.gov/news-events/cybersecurity-advisories/aa26-281a)
Diese Folge wird Ihnen präsentiert von Marktplatz IT-Sicherheit und
Silianz – Die IT-Sicherheitsallianz: Gemeinsam für mehr Sicherheit
https://it-sicherheit.de/silianz/
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Hallo und herzlich willkommen zu Ihrer neuen Folge von Security News Podcast! Schön, dass Sie wieder dabei sind! Europas führende Fachmesse für IT-Sicherheit, die it-sa Expo&Congress, steht kurz bevor. Auch diese Fachmesse zeigt: Die Bedeutung von Cybersicherheit für Wirtschaft, Staat und Gesellschaft wächst kontinuierlich. Umso wichtiger, sich regelmäßig ein Bild über die aktuellen Entwicklungen in der IT-Sicherheit zu machen. Genau das bietet Ihr Security News Podcast.
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it-sa 2026: mehr als 1.000 Aussteller erwartet
Los geht es mit aktuellen Zahlen zur it-sa 2026: Zur 17. Ausgabe der it-sa Expo&Congress vom 27. bis 29. Oktober 2026 im Messezentrum Nürnberg werden erstmals mehr als 1.000 Aussteller erwartet. In fünf Messehallen präsentieren Anbieter aus dem In- und Ausland ihre Lösungen für aktuelle Herausforderungen der Cybersicherheit. Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt.
Nach 993 Ausstellern im Vorjahr und der Erweiterung um eine fünfte Halle erreicht die Veranstaltung damit 2026 erstmals eine vierstellige Ausstellerzahl. Die verfügbaren Ausstellungsflächen in allen fünf Messehallen sind vollständig ausgebucht und unterstreichen die anhaltend hohe Nachfrage nach Präsenz auf Europas führender Fachmesse für IT-Sicherheit.
Die steigende Zahl an Ausstellern geht mit einer anhaltend hohen Internationalität einher. Rund 30 Prozent der ausstellenden Unternehmen kommen aus dem Ausland und machen die it-sa zu einem wichtigen Treffpunkt der europäischen und internationalen Cybersecurity-Community.
Mein Kommentar: Natürlich sind auch Marktplatz IT-Sicherheit und das Institut für Internet-Sicherheit – if(is) vor Ort, unter anderem mit dem Video-Format „5 Minuten IT-Sicherheit“. Wir sehen uns!
Absicherung vernetzter Steuerungssysteme
Zur nächsten Meldung: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt ausdrücklich, aus dem Internet erreichbare Steuerungsanlagen nach dem Stand der Technik abzusichern. Das BSI hat dazu eine Cybersicherheitsempfehlung veröffentlicht, in der die wichtigsten technischen Maßnahmen anschaulich beschrieben sind. Es handelt sich dabei um leicht umsetzbare Maßnahmen, die das Risiko erfolgreicher Cyberangriffe erheblich reduzieren. Die Empfehlung richtet sich insbesondere an Betreiber kleiner industrieller oder vergleichbarer Anlagen, etwa zur Kühlung von Lebensmitteln, Erzeugung von Strom und anderen Anwendungszwecken.
Zu den Maßnahmen zählt zuallererst, den direkten Zugriff aus dem Internet auf Steuerungssysteme zu unterbinden. Daneben sollten VPN-Systeme und multifaktorgeschützte Zugriffe umgesetzt werden. Eingesetzte Systeme sollten auf dem aktuellsten Stand gehalten und Sicherheitsupdates und Fehlerkorrekturen kurzfristig eingespielt werden. Daneben ist zu prüfen, ob entsprechende Geräte oder Anlagen exponiert sind und dafür konkrete Gegenmaßnahmen zu treffen. Diese Maßnahmen sollten zur Routine gemacht und damit das Sicherheitsniveau deutlich erhöht werden.
Mein Kommentar: Die Sicherheit bei Betriebstechnologie muss stärker in den Fokus, gerade mit Blick auf die hybride Bedrohungslage und die möglichen Folgen von erfolgreichen OT-Attacken.
Studie zu Data Loss Prevention (DLP)
Laut einer neuen Studie der Cloud Security Alliance (CSA) fungieren DLP-Tools (Data Loss Prevention) häufig eher als nachträgliche forensische Systeme denn als präventive Kontrollmechanismen. Die Studie ergab, dass 73 % der Unternehmen in den letzten 24 Monaten mindestens einen bestätigten Datenverlust erlitten haben. Nur 16 % der Befragten gaben an, dass DLP den schwerwiegendsten Vorfall verhindert hat, bevor die Daten das Unternehmen verließen.
Zu weiteren Ergebnissen des Berichts:
Während fast die Hälfte (48 %) der Sicherheitsteams GenAI als größtes Risiko für Datenexfiltration einstuft, ist weniger als ein Drittel (29 %) in der Lage, einen routinemäßigen 30-Tage-Bericht zu erstellen, der die an GenAI-Tools gesendeten sensiblen Daten aufzeigt.
54 Prozent der Teams müssen DLP-Warnmeldungen priorisieren, wobei sich die meisten als Fehlalarme herausstellen, und 90 Prozent berichten von mindestens einer messbaren Auswirkung der Warnmeldungsmüdigkeit im vergangenen Jahr, also von Alert Fatigue.
71 % der Befragten gaben an, dass ihre Sicherheitsteams in den letzten zwei Jahren bei der Durchsetzung von DLP-Maßnahmen auf Widerstand gestoßen sind.
Mein Kommentar: Solche Umfragen sind wichtig, um sich der Wirksamkeit von Security-Tools im Klaren zu sein und sich nicht in Scheinsicherheit zu wiegen.
Integrity Tech: Warnung vor Angriffen auf KRITIS
Zur nächsten Meldung: Die Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (CISA), das Federal Bureau of Investigation (FBI), die National Security Agency (NSA) und internationale Partner haben eine gemeinsame Cybersicherheitswarnung herausgegeben. Darin warnen sie vor der Integrity Technology Group (Integrity Tech), einem in China ansässigen Cybersicherheitsunternehmen. Dieses Unternehmen soll es Angreifern ermöglichen, mithilfe verschiedener hochentwickelter Werkzeuge wie großflächigen Botnetzen, VPN-Infrastrukturen und der sogenannten „Living-off-the-Land“-Technologie kritische Infrastrukturen weltweit anzugreifen. Basierend auf realen Untersuchungen und beobachteten Aktivitäten in Nordamerika, Südostasien und Afrika bietet diese Warnung Empfehlungen zur Risikominderung und Informationen, um Netzwerkverteidigern zu helfen, diese schädlichen Aktivitäten zu erkennen und darauf zu reagieren.
Integrity Tech, mit Verbindungen zur chinesischen Regierung, soll ein wichtiger Akteur sein, der bösartige Cyberaktivitäten ermöglicht, indem er Cyberwerkzeuge beschafft oder entwickelt, Infrastruktur bereitstellt und Netzwerke weltweit kompromittiert.
Die Warnung hebt hervor, dass Cyberakteure mit Verbindungen zur chinesischen Regierung kritische Infrastrukturen in verschiedenen Sektoren, darunter Regierungsbehörden, kritische Produktionsbetriebe und das Gesundheitswesen, ins Visier genommen haben. Auch US-amerikanische Strafverfolgungsbehörden und Bildungseinrichtungen wurden demnach angegriffen.
CISA, FBI und ihre Partner fordern alle Organisationen, insbesondere solche in kritischen Infrastrukturen, dringend auf, die Empfehlung zu prüfen, nach Anzeichen einer Kompromittierung zu suchen und die empfohlenen Gegenmaßnahmen umzusetzen.
Mein Kommentar: IT-Sicherheitslösungen müssen absolut vertrauenswürdig sein, sie benötigen hohe Privilegien, die auch mussbraucht werden könnten, wenn Anbieter auf der falschen Seite stehen.
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Das war es für heute.
Ich freue mich, wenn wir uns bald wieder hören und auf wichtigen Events sehen, besuchen Sie den Marktplatz IT-Sicherheit und abonnieren Sie diesen Podcast und die anderen Formate auf dem Marktplatz IT-Sicherheit! Hier werden Sie mit Sicherheit gut informiert! Das war Oliver Schonschek, der News-Analyst vom Marktplatz IT-Sicherheit
aUTOR(EN)
Autor
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Oliver Schonschek: AutorNews-Analyst und Projektleiter Forschungsbereich "IT-Sicherheit für KMU" beim if(is), Host bei Marktplatz-IT-Sicherheit bei den Formaten "5 Minuten IT-Sicherheit", "Drehpunkt IT-Sicherheit" und "Security News Podcast"
Oliver Schonschek ist News Analyst, Podcast-Host, Anchor und Moderator, der sich auf Sicherheit, Datenschutz und Compliance spezialisiert hat. Er schreibt für führende Medien, ist Herausgeber und Autor mehrerer Lehrbücher und wurde mehrfach als einer der „Top 10 Global Thought Leaders and Influencers on Privacy“, „Top 10 Global Thought Leaders and Influencers on Security“, „Top 10 Global Thought Leaders and Influencers on Cybersecurity“ sowie als Influencer und Media Leader für Technologien wie Blockchain, AI, VR / AR und Mobile Computing ausgezeichnet.


