Eigene Identität reicht nicht: Gemini-Agenten brauchen einen Audit-Trail.
Google hat auf der Veranstaltung „Gemini at Work 2026” mit Gemini Agent einen universellen Arbeitsagenten für Unternehmen vorgestellt. Er soll neben Google Workspace auch in Microsoft 365 und Slack zum Einsatz kommen. Kernstück sind sogenannte Coworker-Agenten: Sie erhalten ein eigenes Konto samt E-Mail-Adresse, Kalender und Drive-Speicher, handeln unter einer eigenen Identität und sehen nur die Inhalte, die Kollegen mit ihnen teilen.
Zusammenfassung (TL; DR):
- Google hat mit dem Gemini-Agenten einen universellen Arbeitsassistenten mit eigener digitaler Identität für Plattformen wie Microsoft 365 vorgestellt, der sich aktuell in der privaten Vorschau befindet.
- Obwohl der Agent nur auf freigegebene Daten zugreift, birgt er durch seine eigenständigen Handlungen und potenziellen Administrationsrechte ein erhebliches Sicherheitsrisiko für unternehmensweite Datenlecks.
- Zum Schutz vor Kontrollverlust müssen Unternehmen für KI-Agenten strikte Zugriffsgrenzen einrichten und jede ihrer Aktionen über einen lückenlosen Audit-Trail lückenlos überwachen.
Die neuen Gemini-Agenten von Google
Zusätzlich können sie Unteragenten einsetzen, die Aufgaben über Stunden oder Tage selbstständig erledigen. Der Agent befindet sich derzeit in der privaten Vorschau. Damit wächst die Zahl der KI-Agenten in Unternehmen weiter, und mit ihr die Frage, wie sich deren Zugriffe kontrollieren lassen.
Die neuen Gemini-Agenten von Google reihen sich in die wachsende Zahl von Coworking-Agenten ein, die in Unternehmen Einzug halten. Obwohl sie als nützliche Begleiter konzipiert sind, sollten sie als etwas undurchsichtige Kollegen betrachtet werden.
Einem Agenten eine eigene Identität zuzuweisen, ist ein sinnvoller Schritt. Ebenso wie die Einschränkung, dass er nur auf Inhalte zugreifen darf, die Kollegen freigeben. Doch diese Maßnahmen allein reichen als Sicherheitsvorkehrung nicht aus. Wenn Gemini-Agenten in die Microsoft-Umgebung gelangen, besteht die Gefahr, dass sie außer Kontrolle geraten. Deshalb ist es unerlässlich, dass Unternehmen genau wissen, worauf ihre Agenten zugreifen, was sie ändern und was sie weitergeben dürfen.
Gefahr durch Agent mit Administratorrechten
Die Gefahr ist größer als die, die von einem menschlichen Mitarbeitenden mit zu weit gefasstem Zugriff ausgeht. Ein Agent mit Administratorrechten kann Berechtigungen ändern, Sicherheitskontrollen schwächen oder sogar sensible Informationen in einer gesamten Microsoft 365-Umgebung offenlegen, bevor es jemand bemerkt. Ein einziger Fehler kann so schnell zu einem unternehmensweiten Sicherheitsvorfall führen.
KI-Agenten werden zunehmend Teil der Belegschaft. Deshalb müssen sie Unternehmen entsprechend kontrollieren: mit klaren Zugriffsgrenzen, kontinuierlicher Transparenz und einem Audit-Trail für jede Aktion.
Häufige Fragen (FAQ)
Er unterstützt neben Google Workspace auch Microsoft 365 und Slack.
Weil der Agent selbstständig agiert und bei zu weit gefassten Rechten unbemerkt unternehmensweite Sicherheitsvorfälle auslösen kann.
Sie fordern klare Zugriffsgrenzen, kontinuierliche Transparenz und einen lückenlosen Audit-Trail für jede Aktion.