IT-Sicherheitslücke Drucker: Wie veraltete Systeme den Mittelstand angreifbar machen.
Veraltete Technologien kosten Zeit, binden Fachkräfte und erhöhen Sicherheitsrisiken. Besonders an einer Stelle, die viele Unternehmen unterschätzen: beim Drucken. Sie werden häufig nicht als Teil der IT-Sicherheitsstrategie verstanden, obwohl sie längst vernetzte Endgeräte innerhalb der Unternehmens-IT sind.
Zusammenfassung (TL; DR):
- Der „Workflow Wakeup Report“ von HP verdeutlicht, dass die Mehrheit der kleinen und mittelständischen Unternehmen der Drucksicherheit eine geringe Priorität zuweist.
- Gleichzeitig unterschätzen viele Büroangestellte diese Gefahren und halten Netzwerkdrucker fälschlicherweise für automatisch sicher.
- Dennoch zeigt die Studie, dass der Einsatz intelligenter Drucklösungen die IT-Sicherheit messbar steigern und Arbeitsprozesse effizienter gestalten kann.
Drucker als unterschätzte Gefahr
Der aktuelle “Workflow Wakeup Report” von HP zeigt: Für 62 Prozent der kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) hat Drucksicherheit innerhalb ihrer Cybersicherheits-Strategie nur eine geringe Priorität. Gleichzeitig zeigt die HP-Studie: veraltete Druck- und Dokumentenprozesse belasten den Arbeitsalltag vieler Unternehmen zunehmend. 58 Prozent der KMU befürchten Daten- oder Datenschutzprobleme durch bestehende Dokumentenprozesse. Dagegen geben 52 Prozent an, keinen Überblick darüber zu haben, wer was und wo druckt. Druckprozesse entwickeln sich damit zunehmend zu einer versteckten Schwachstelle im Arbeitsalltag.
Widerspruch zwischen moderner IT-Sicherheit und alter Hardware
“Viele Unternehmen investieren in moderne IT-Sicherheit, unterschätzen aber weiterhin die Risiken veralteter Druckinfrastrukturen”, sagt Michael Blessing, Head of HP Print Category DACH. “Dabei sind Drucker heute vollständig vernetzte Mitspieler im Büro. Fehlende Transparenz, unsichere Dokumentenprozesse oder veraltete Systeme können schnell zu Sicherheitslücken, Datenverlusten und zusätzlichem IT-Aufwand führen.”
Drei Kernergebnisse
Die drei Kern-Ergebnisse des HP Workflow Wakeup Report zeigen die Defizite:
- Fehlende Transparenz: 52 Prozent der KMU wissen nicht, wer was und wo druckt.
- Sicherheitsregeln werden umgangen: Mehr als die Hälfte (56 Prozent) beobachtet Verstöße gegen Druckrichtlinien oder Einschränkungen.
- Compliance-Risiken wachsen: 45 Prozent zweifeln daran, dass ihre Drucksicherheit regulatorische Anforderungen erfüllt.
Zudem unterschätzen viele Beschäftigte die Risiken im Büroalltag. 68 Prozent der Büroangestellten gehen davon aus, dass Drucker im Unternehmensnetzwerk automatisch sicher seien. Mehr als die Hälfte betrachtet Drucker nicht als Sicherheitsrisiko und das obwohl täglich sensible Dokumente verarbeitet, gespeichert und geteilt werden.
Sorge vor veralteten Systemen
Auch die Sorge vor veralteten Systemen wächst: 68 Prozent der Unternehmen haben Bedenken hinsichtlich Sicherheitsrisiken durch alte Technologien. 69 Prozent erkennen an, dass die Drucksicherheit in ihrem Unternehmen verbessert werden muss.
Die Ergebnisse zeigen allerdings, dass moderne Druck- und Dokumenten-Workflows Unternehmen konkret entlasten können. 85 Prozent der KMU, die bereits intelligente Drucklösungen einsetzen, geben an, dadurch ihre Sicherheit verbessert zu haben. Besonders relevant sind dabei mehr Transparenz über Druck- und Scanaktivitäten (88 Prozent), die bessere Einhaltung von Compliance- und Sicherheitsstandards (85 Prozent) sowie die konsequentere Durchsetzung von Sicherheitsrichtlinien und Zugriffsbeschränkungen (83 Prozent). 22 Prozent der Büroangestellten sparen durch moderne Drucklösungen jede Woche mehr als eine Stunde Arbeitszeit.
Software und Hardware vereint
Entscheidend ist, dass Software und Hardware nahtlos ineinandergreifen. “Der Mittelstand steht unter wachsendem Wettbewerbs- und Kostendruck. IT-Entscheider sollten jetzt genau prüfen, wo ineffiziente oder unsichere Prozesse den Arbeitsalltag unnötig verlangsamen”, so Michael Blessing, Head of HP Print Category DACH. “In der Praxis hilft Secure Printing dabei, IT-Abteilungen zu entlasten, sensible Daten besser zu schützen und alltägliche Prozesse sicherer und effizienter zu gestalten. Durch die Integration von Technologien, die automatisierte, sichere und benutzerfreundliche Arbeitsabläufe schaffen, werden Mitarbeitende von Frustrationen befreit, während sich das Unternehmen auf Wachstum konzentrieren kann.”
Über die Daten: Die Daten basieren auf einer Stichprobe von 200 IT-Entscheidungsträgern und 600 Büroangestellten, die für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) mit 50 bis 1.000 Mitarbeitern in Deutschland tätig sind. Die Umfrage wurde von Edelman vom 5. bis 27. August 2025 online durchgeführt.
Häufige Fragen (FAQ)
Für 62 Prozent der KMU hat Drucksicherheit eine geringe Priorität, und 68 Prozent der Büroangestellten glauben fälschlicherweise, dass Drucker im Netzwerk automatisch sicher sind.
Es fehlt an Transparenz, da 52 Prozent nicht wissen, wer was druckt, zudem umgehen 56 Prozent die Druckrichtlinien und 45 Prozent zweifeln an der Einhaltung von Compliance-Vorgaben.
Sie verbessern laut 85 Prozent der Nutzer die Sicherheit und sorgen bei knapp einem Viertel der Angestellten für eine wöchentliche Zeitersparnis von mehr als einer Stunde.

