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Was kostet ein Security Operations Center?
Ein entscheidender Punkt in der Frage, ob und welches Security Operations Center für Sie sinnvoll wäre, ist das Budget. Schließlich ist dieses endlich und dadurch auch begrenzt, weshalb nicht alles, was potenziell sinnvoll wäre, auch ohne weiters im eigenen Unternehmen umzusetzen ist.
Es ist schwierig, Kosten konkret zu nennen, da diese je nach Bedarf und Anspruch stark variieren. Daher führen wir im Folgenden Durchschnitte auf. Wie umfangreich ein SOC schließlich ausgebaut ist, hängt von der Größe des Unternehmens, wie viele Quellen angebunden werden, wie umfassend der Service sein soll, welches Sicherheitsniveau angestrebt ist und wie umfangreich der Bedarf an durchgehender Überwachung ausfällt, ab.
Dennoch wollen wir Ihnen hier eine grobe, beispielhafte Einschätzung in Bezug auf die Kosten eines SOCs mit an die Hand geben. Denn auch wenn im Internet sehr viele Artikel mit Informationen zu einem SOC kursieren, so lassen die meisten von diesen die tatsächlichen Kosten aus. Um Ihnen diese Informationen in unserem Ratgeber bereitzustellen, haben wir deshalb nicht nur auf eigene Erfahrungswerte zurückgegriffen, sondern auch nach den ungefähren Kosten der Anbieter gesucht und uns in der Branche ein wenig umgehört.
Kosten für den Aufbau eines SOCs
Um ein eigenes Security Operations Center in Ihrem Unternehmen aufzubauen, müssen Sie viel Geld in die Hand nehmen. Sofort zu Beginn sind hohe Anfangsinvestitionen notwendig. Denn das SOC muss erst einmal geschaffen und die Systeme eingerichtet werden. Hinzu kommt, dass sich die notwendige Software als auch weitere Sicherheits-Tools nicht einfach kaufen lassen, sondern sich oft im Abonnement lizenzieren. Dadurch haben sich meist, bevor das SOC überhaupt einsatzbereit ist, bereits Kosten von 500.000 Euro und mehr angesammelt.
Dazu kommt das Personal, welches rund um die Uhr, also 24/7 an 365 Tagen im Jahr verfügbar sein muss. Denn ein Security Operations Center setzt auf eine durchgehende und ganzheitliche Überwachung, die so nur im Schichtdienst gewährleistet werden. Dass kostet alles Geld, sodass auch das Personal auch gerne mal mit einer guten Millionen Euro pro Jahr zu Buche schlägt, eher sogar noch mehr.
Die Kosten, welche wir hier sehr konservativ berechnet haben, zeigen deutlich, dass ein Inhouse-SOC nichts für kleinere oder mittlere Unternehmen ist. Denn wer ein internes SOC aufbauen möchte, verfolgt den Plan vorwiegend deshalb, weil er eine langfristige IT-Sicherheitsstrategie anstrebt und weiß, dass ein internes SOC auf Dauer unumgänglich ist. Daher möchte er es bestmöglich in das eigene Unternehmen integrieren, statt einen externen Dienstleister zu beauftragen. Über die Vor- und Nachteile hatten wir bereits geschrieben.
Kosten für einen SOC-Dienstleister
Auf der anderen Seite stehen die verschiedenen SOC-Anbieter, die mit deutlich geringeren Kosten locken. Da sie gleichzeitig mehrere Kunden betreuen, haben sie die notwendige Software ohnehin schon lizenziert und auch die Hardware steht zur Verfügung. Damit sind die Kosten der Einrichtung gedeckt und die Technik ist zudem für mehrere Kunden im Einsatz, weshalb jeder einzelne von ihnen natürlich auch weniger zahlen muss. Somit ist ein SOC-Dienstleister ganz sicher günstiger als die Einrichtung eines Inhouse-SOCs.
Das SOC-as-a-Service kostet dabei rund 10.000 bis 50.000 Euro im Monat, je nach Umfang und Qualität der Dienstleistung, dem jeweiligen SOC-Anbieter und der tatsächlichen Bedrohungslage. Hinzu kommen Onboarding-Gebühren, die sich auch noch einmal auf 100.000 Euro oder mehr belaufen können. Dabei sind die tatsächlichen Kosten immer individuell zu betrachten, sind aber deutlich niedriger als der Aufbau eines eigenen SOCs im Unternehmen.
Fazit
Insgesamt ist ein SOC-Anbieter erst einmal deutlich günstiger, langfristig für sehr große Unternehmen teurer. In der Verwaltung ist ein SOC-as-a-Service wiederum angenehmer und flexibler zu handhaben, gleichzeitig aber auch nicht so tief integriert wie ein internes SOC. Auch hier müssen Sie also die eventuellen Vor- und Nachteile in Bezug auf Ihr eigenes Unternehmen abwägen und dann eine Entscheidung treffen.
Häufige Fragen (FAQ)
Der Aufbau eines eigenen SOC verursacht bereits vor dem operativen Start meist Anfangskosten von 500.000 Euro und mehr. Für das Personal fallen aufgrund der erforderlichen 24/7/365-Besetzung jährlich rund eine Million Euro oder mehr an.
Beim Aufbau eines Inhouse-SOC entstehen hohe Anfangsinvestitionen für Systeme, Software, Sicherheits-Tools und deren Einrichtung. Hinzu kommen laufende Personalkosten für die durchgehende Überwachung im Schichtbetrieb.
SOC-as-a-Service kostet laut Beitrag etwa 10.000 bis 50.000 Euro pro Monat. Zusätzlich können Onboarding-Gebühren von 100.000 Euro und mehr anfallen.
Die Kosten hängen unter anderem von der Unternehmensgröße, der Anzahl angebundener Quellen und dem Umfang des gewünschten Services ab. Auch das angestrebte Sicherheitsniveau, die erforderliche Überwachung und die Bedrohungslage beeinflussen die Kosten.
