Marc Bütikofer ist Head of Innovation für die Airlock Security Produkte von Ergon Informatik.
Nach seinem Studium der Informatik an der ETH Zürich begann er bereits im Jahr 2000 bei der Ergon Informatik AG. Als Experte für Authentifizierungslösungen, sichere Web Applikationen, Identity Management und Kryptographie berät er heute international Unternehmen mit höchsten Sicherheitsanforderungen.
Schonschek: 5 Minuten IT-Sicherheit trifft Airlock by Ergon und ich spreche mit Marc Bütikofer.
Bütikofer: Hallo, hallo, hallo.
Schonschek: Wir sind hier auf der it-sa und ein Thema, das uns alle ja bewegt, ist jetzt auch wie beeinflusst die KI das Thema Cybersicherheit, wie beeinflusst sie das Identitätssicherheit, weil wir lesen hier auf ihrem Stand Vertrauen ist der neue Perimeter und Vertrauen kann man ja eigentlich einer Identität, wenn man weiß, diese Identität ist echt ein Vertrauens, warum ist das jetzt so besonders schwierig geworden oder was ist die Herausforderung.
Bütikofer: Ja, also vertrauen kann man eigentlich einer Instanz, aber wir können nie durch eine Iden, also z.B. einer Person oder einem Stück Software oder einem Unternehmen, aber wir können die durch eine Identität äh quasi eben identifizieren.
Schonschek: Mhm.
Bütikofer: Und in der heutigen Welt reicht es schon lange nicht mehr irgendwie um Perimeter Sicherheit herzustellen. Wir brauchen das auch intern im Unternehmen und darum drum ist es eben enorm wichtig geworden, insbesondere mit dem Einfluss von AI Agent, dass wir an jeder Stelle an jedem Übergang von Prozessen oder von Komponenten die Identität weitergeben können auf sicher Art und Weise und eben auch vor allem auch verifizieren können auch intern. Von wem ist sie ausgestellt? Vertraue ich diesem Aussteller? Äh von wem habe ich sie bekommen? Oder in welchen Namen agiert z.B. ein Agent äh und und nicht einfach so wie früher, als man da Service Accounts vergeben hat und äh alles deterministisch und berechenbar. Das heißt, zum einen KI Agent, den man einsetzen will, der muss sich auch den gleichen Vorgaben unterwerfen. Der muss also auch seine Identität nachweisen können. Der muss auch innerhalb von Zero Trust, innerhalb von Berechtigungsnetzwerken eingebunden werden.
Schonschek: Aber es gibt ja auch die böse KI, die missbraucht wird. Stichworte hier, ja, wie Deep Fake oder Bots. Was was sagen Sie da? Wie kann man da besser gegen vorgegen gegen diesen Identitätsmissbrauch?
Bütikofer: Ja, also ja, das ist ein ganz andere Dimension als dem AI Agent intern, den ich nicht ganz trauen kann, was er macht eben, wenn man AI wirklich als Waffe nutzt.
Schonschek: Mhm.
Bütikofer: Und hier gibt es vielschichtige Möglichkeiten dem entgegenzutreten. Das jetzt gispiel, dass sie genannt haben mit Deepfakes für Gesichtserkennung zu fälschen oder auch zum jemanden zu überzeugen, d dass man jemand anders ist. Ähm da helfen sicher die modernen Protokolle um Phishing zu verhindern, aber vor allem auch kontinuierliche Überwachung. Es reicht heute sicher nicht mehr, wenn man nur beim Login genau hinschaut. Man muss über die ganze Interaktion mit dem Benutzer immer äh im Auge halten, was läuft da? Gibt es Signale, dass etwas risikoreich ist oder nicht? Und dann eben darauf reagieren, z.B. beim Benutzer nachfragen oder die Hürden erhöhen oder sogar etwas blockieren.
Schonschek: Das heißt eben nicht nur die Kontrolle der Nachweis in dem Moment, wo ich mich einlogge, sondern kontinuierlich auf die Probe stellen, kontinuierlich prüfen und darauf reagieren, wenn man feststellt, da stimmt was nicht oder sich ein Risiko geändert hat, darauf reagieren, weiteren Sicherheitsfaktor verlangen oder solche Dinge.
Bütikofer: Ja, genau. Solche Dinge. Was wir z.B. Wir machen ist, wir äh überwachen äh während der ganzen Interaktion von Benutzer. Solang nach dem Login z.B. im Banking oder so überwachen wir mit unserem vorgelagerten Sicherheitslösungen laufend Signale auch von den Endpunkten, also von der mobile App und wenn wir z.B. Grundzurannahme haben oder eine große Wahrscheinlichkeit besteht, dass z.B. ein Browser vermutlich unter Remotekontrolle äh bedient wird, z.B. mit einem Supporter oder eben ein nichttech Supporter, dann können wir Alarm schlagen und z.B. eine Transaktion unterbinden oder nochmals beim Benutzer nachfragen oder ein zweiten Faktor ins Spiel bringen und je nachdem wie weit gehen
Schonschek: jetzt bieten sie hier ja am Stand einen Art Readiness Check, also dass man guckt, wo steht denn das Unternehmen im Bereich Identitätssicherheit? K was was wird denn da geprüft? Wie kann man sich das vorstellen, diesen Check?
Bütikofer: Ja, also wir haben heute oder dieses Jahr das Thema eigentlich der sicheren Identitätskette hiermit äh also das fängt dann vom sicheren Enrollment vom Benutzer über EUI oder Videoentverfahren oder andere über sicher Autisierung und eben noch die kontinuierliche Überwachung und Transaktionsbestätigung und so weiter. Und dazu haben wir auch äh unsere Partnerfirmen da, die das alles vertreten. Also wir sind ein Z D wir sind fünf Firmen am Stand, die alle spezialisierte Teile für die Identitätskette haben und am unseren Readiness Check geht es darum mit 10 Fragen in der 3 Minuten einschätzen zu können, wo steht ein Unternehmen in diesem in dieser Kette, wo ist sie wie gut und wo nicht und da geben wir auch ein paar pauschale Empfehlungen ab und man kann auch noch spielerisch mit so einem Wallet, wie es eben nachher mit der EUI sein wird sich ein Wal Fentchen holen und damit unseren Kühlschrank öffnen, wo Schweizer Schokolade drin hat.
Schonschek: Ah, wenn das keine guten Gründe sind, hier während der it-sa Stand vorbeizukommen, weil dieses Video, liebe Z, liebe Zuschauer, erscheint ja noch während der it-sa und wir haben jetzt gehört, hier kann man einen Check machen, dass man weiß, wo steht die eigene Kette, Identitätskette, wo gibt es Handlungsbedarf bisschen, dass es leckere Schweizer Schokolade gibt. Genau, das sind viele gute Argumente und ich danke Ihnen herzlich Herr Bütikofer, dass Sie uns da Einblick gegeben haben, wo das Thema der sicheren Identitäten jetzt aktuell steht, auch gerade mit Blick auf Ken. Danke schön.
Der Airlock Secure Access Hub vereint seit 20 Jahren die kritischen IT-Sicherheitsthemen der Filterung und Authentisierung zu einem gut abgestimmten Gesamtpaket, das Maßstäbe in Sachen Bedienbarkeit und Services setzt. Der Secure Access Hub deckt alle wichtigen Funktionen der modernen Applikationssicherheit ab: von einer durch Fachjournalisten ausgezeichneten Web Application and API Protection (WAAP), über ein Microgateway für Sicherheit in Kubernetes-Umgebungen, hin zu einem Identitäts- und Zugriffsmanagement (IAM) mit integrierter starker Authentifizierung. Die IT-Sicherheitslösung Airlock schützt mehr als 30 Millionen aktive, digitale Identitäten und 30.000 Back-Ends von über 600 Kunden auf der ganzen Welt.
Marc Bütikofer ist Head of Innovation für die Airlock Security Produkte von Ergon Informatik. Nach seinem Studium der Informatik an der ETH Zürich startete er bereits im Jahr 2000 seine Laufbahn bei der Ergon Informatik AG, wo er seither tätig ist.
Als Experte für Authentifizierungslösungen, sichere Web-Applikationen, Identity Management und Kryptographie berät er heute international Unternehmen mit höchsten Sicherheitsanforderungen.
News-Analyst und Projektleiter Forschungsbereich "IT-Sicherheit für KMU" beim if(is), Host bei Marktplatz-IT-Sicherheit bei den Formaten "5 Minuten IT-Sicherheit", "Drehpunkt IT-Sicherheit" und "Security News Podcast"
Oliver Schonschek ist News Analyst, Podcast-Host, Anchor und Moderator, der sich auf Sicherheit, Datenschutz und Compliance spezialisiert hat. Er schreibt für führende Medien, ist Herausgeber und Autor mehrerer Lehrbücher und wurde mehrfach als einer der „Top 10 Global Thought Leaders and Influencers on Privacy“, „Top 10 Global Thought Leaders and Influencers on Security“, „Top 10 Global Thought Leaders and Influencers on Cybersecurity“ sowie als Influencer und Media Leader für Technologien wie Blockchain, AI, VR / AR und Mobile Computing ausgezeichnet.
Über diese Episode
In dieser Folge spricht Oliver Schonschek mit Marc Bütikofer, Head of Innovations bei Airlock (by Ergon), über Identitätssicherheit im Zeitalter der KI. Unter dem Leitsatz „Vertrauen ist der neue Perimeter“ erklärt Marc Bütikofer, warum Identitäten heute an jeder Stelle nachweisbar und überprüfbar sein müssen, auch bei KI-Agenten im Unternehmen. Außerdem geht es um den Missbrauch von KI, etwa durch Deepfakes, und darum, warum eine einmalige Prüfung beim Login nicht mehr reicht und Risiken kontinuierlich überwacht werden müssen.