ISC2 startet Entwicklung seiner “AI Security Certification“ und ruft weltweit zu ehrenamtlicher Mitarbeit auf.
ISC2, gemeinnützige Mitgliederorganisation für Cybersecurity-Fachleute, startet die Entwicklung einer neuen Zertifizierung für KI-Sicherheit. Dafür ruft ISC2 weltweit Cybersecurity-Fachkräfte auf, sich ehrenamtlich zu engagieren.
Zusammenfassung (TL; DR):
- ISC2 entwickelt eine neue, herstellerneutrale Zertifizierung für KI-Sicherheit, um weltweit anerkannte Standards zur Absicherung von KI-Systemen zu etablieren.
- Cybersecurity-Fachkräfte weltweit sind aufgerufen, sich ehrenamtlich an der Entwicklung, an Workshops oder an der Pilotprüfung zu beteiligen.
- Die erste Pilotprüfung für das neue Zertifikat soll voraussichtlich bis Ende 2026 verfügbar sein.
Ziel ist es, das erforderliche Wissen, die Fähigkeiten und Kompetenzen zu definieren, um KI-Systeme abzusichern, KI-Bedrohungen zu bewältigen und Risiken durch KI zu minimieren. Die Zertifizierung, die im Rahmen der praxisorientierten Methodik von ISC2 entwickelt wird, soll Cybersecurity-Fachkräften einen vertrauenswürdigen und herstellerneutralen Standard für KI-Sicherheit bieten.
Da Organisationen die künstliche Intelligenz immer schneller in Geschäfts- und Sicherheitsprozessen einsetzen, tragen Cybersecurity-Fachkräfte zunehmend die Verantwortung für die Absicherung der KI-gestützten Systeme. Bisher fehlt der Branche jedoch ein weltweit anerkannter Standard zur Validierung des Fachwissens im Bereich der KI-Sicherheit.
„In der Cybersicherheits-Community ist man sich einig: Sie braucht praktische, glaubwürdige Möglichkeiten, um ihre Bereitschaft für die Sicherheitsanforderungen der KI unter Beweis zu stellen“, so Casey Marks, Ph.D., Chief Operating Officer von ISC2. „Diese Zertifizierung wird als Reaktion auf diesen Bedarf entwickelt. Sie wird Cybersecurity-Fachkräften und Arbeitgebern dabei helfen, die Expertise in der KI-Sicherheit zu validieren und die Belegschaft weiterzuentwickeln. Sie wird zudem Organisationen mehr Vertrauen in die Fähigkeiten ihrer Teams geben, ihr Unternehmen zu schützen.“
Strenger, standardbasierter Zertifizierungsentwicklungsprozess
KI verändert rasch die Art und Weise, wie Aufgaben im Bereich der Cybersicherheit ausgeführt werden – von der Überprüfung von KI-Ergebnissen über die Überwachung automatisierter Systeme bis hin zum Treffen risikobehafteter Entscheidungen. ISC2 reagiert darauf, indem sie Cybersicherheitsexperten aus aller Welt zusammenbringt, um mit ihrem Fachwissen an der Entwicklung einer herstellerneutralen Zertifizierung mitzuwirken. Dies bringt in allen Bereichen der Cybersicherheit Struktur, Stringenz und Klarheit in die KI-Sicherheitskompetenz.
Im Entwicklungsprozess der Zertifizierung wird untersucht, wie Cybersecurity-Fachkräfte etablierte Sicherheitsprinzipien auf durch KI geprägte Technologieumgebungen anwenden. Dazu gehören Risikomanagement, Secure-by-Design-Methodik, Datenschutz, Governance und Beaufsichtigung. Das Fachwissen aus der Praxis wird bestimmen, welche Aufgaben, Fähigkeiten und Wissensbereiche in der Zertifizierung abgebildet und in einer zukünftigen Prüfung bewertet werden.
Aufruf zur Beteiligung von Praktikern
ISC2 lädt Cybersecurity-Fachkräfte weltweit – sowohl Mitglieder als auch Nichtmitglieder – ein, sich ehrenamtlich am Entwicklungsprozess zu beteiligen.
Die Teilnahme trägt dazu bei, den zukünftigen Standard für KI-Sicherheit zu definieren und sicherzustellen, dass die Zertifizierung die aktuelle Berufspraxis und die Fähigkeiten widerspiegelt, die Arbeitgeber benötigen.
Cybersecurity-Fachkräfte können auf folgende Weise mitwirken:
- Teilnahme an Umfragen zur Aufgabenanalyse
- Teilnahme an Workshops zur Aufgabenentwicklung
- Unterstützung bei der Prüfungsentwicklung
- Teilnahme an der Pilot-Zertifizierungsprüfung
„Ich freue mich darauf, mit Cybersecurity-Experten aus aller Welt an dieser bedeutenden Initiative zusammenzuarbeiten“, so Marks. „Durch die Teilnahme am Entwicklungsprozess der Zertifizierung werden Cybersecurity-Fachkräfte eine direkte und aktive Rolle bei der Festlegung des Benchmarks spielen, auf den sich Organisationen weltweit verlassen können, um KI-Sicherheitskompetenz zu identifizieren und zu validieren.“
Zeitplan und nächste Schritte
ISC2 wird die Definitionsphase jetzt beginnen. Danach folgen die Entwicklung und eine Pilotprüfung. ISC2 wird während des gesamten Prozesses Meilensteinen, Beteiligungsmöglichkeiten und den Fortschritt der Zertifizierung veröffentlichen. ISC2 erwartet, dass die Pilotprüfung der KI-Sicherheitszertifizierung bis Ende 2026 verfügbar sein wird.



