Missing Pieces: Was fehlt in der Security-Strategie?
Der Marktplatz IT-Sicherheit und das Institute for Internet Security – ifis Institut für Internet-Sicherheit fragten auf der it-sa 2026 nach den blinden Flecken der Unternehmenssicherheit. Die Antworten zeigen: Technik ist nur ein Teil der Lösung.
Zusammenfassung (TL; DR):
- Eine Umfrage des Marktplatzes IT-Sicherheit und des ifis auf der it-sa 2026 zeigt, dass die größten blinden Flecken in Security-Strategien oft nicht technischer Natur sind.
- Die knapp 200 Befragten sehen den größten Nachholbedarf in den Bereichen Mensch, Wissen und Ressourcen, wie etwa bei der Cyber-Awareness, Schulungen sowie fehlendem Budget und Personal.
- Dennoch fordern auch neue technologische Entwicklungen wie Künstliche Intelligenz, Lieferkettensicherheit und digitale Souveränität die Unternehmen heraus.
Was sind Ihre „Missing Pieces“?
Welcher Bereich fehlt noch in Ihrer Security-Strategie? Was ist Ihr „Missing Piece“? Diese Frage stellten der Marktplatz IT-Sicherheit und das Institute for Internet Security (ifis) im Rahmen der it-sa 2026 den Besucherinnen und Besuchern der Messe. Knapp 200 von ihnen beteiligten sich an der Initiative. Herausgekommen ist fast eine kleine Marktübersicht der Themen, bei denen Unternehmen aktuell Nachholbedarf sehen. Die Antworten lassen sich in fünf Kategorien bündeln:
Mensch & Awareness
Bewusstsein, Verhalten und Wertschätzung der Mitarbeitenden: Genannt wurden unter anderem Awareness und Compliance, KI-Awareness, Phishing-Awareness, Usability sowie ein grundlegendes Verständnis für Sicherheitsthemen. Auch der Wunsch nach mehr Wertschätzung für Mitarbeitende taucht auf.
Bildung & Know-how
Wissensaufbau und Kompetenzen: Weiterbildung, Schulung und Know-how wurden häufig als fehlende Bausteine genannt. Auch KI wird dabei vor allem als Wissensthema gesehen.
Ressourcen & Budget
Was für Sicherheit verfügbar sein muss: Budget, Personal („Man Power“) und generell ausreichende Ressourcen stehen auf der Wunschliste. Dazu kommt der Anspruch, Sicherheit bedarfsgerecht aufzustellen.
Kommunikation & Transparenz
Austausch, Zusammenarbeit und Datenumgang: Information Sharing, Kommunikation, Collaboration und Transparenz wurden ebenso genannt wie die Datenklassifizierung.
Technische Sicherheit & Schutzmaßnahmen
Technologien, Architektur und Abwehr: Hier reicht das Spektrum von Netzwerksicherheit und Zero Trust über AI Security, AI Identity und den Schutz gegen KI-Angriffe bis zu Identity Backup, Software Supply Chain und Third-Party-Risiken. Hinzu kommen Zero-Day-Schutz, Patch Management, Pen Testing, EASM/CTI und digitale Souveränität.
Das Ergebnis im Überblick
Auffällig ist, dass sich drei der fünf Kategorien um Menschen, Wissen und Ressourcen drehen. Viele Teilnehmende sehen ihre größten Lücken also nicht allein in der Technik, sondern in Awareness, Weiterbildung, Personal und Budget. Zugleich zeigen die Nennungen zu KI, Lieferketten und Souveränität, dass auch neue technische Themen die Strategien der Unternehmen herausfordern.
Die Initiative „Missing Pieces“ macht damit sichtbar, wo Anwenderunternehmen ihren Handlungsbedarf sehen. Für Anbieter und Dienstleister ist sie ein Stimmungsbild aus der Praxis.
Häufige Fragen (FAQ)
Die größten Lücken in den Sicherheitsstrategien liegen für viele Unternehmen nicht in der Technik, sondern in den Bereichen Mensch, Wissen und Ressourcen. Drei der fünf identifizierten Problemkategorien drehen sich um Cyber-Awareness, Weiterbildung, Personalmangel und fehlendes Budget.
Künstliche Intelligenz fordert Unternehmen auf zwei Ebenen heraus: Einerseits als technologische Bedrohung, bei der Schutzmaßnahmen gegen KI-Angriffe und AI Security fehlen, und andererseits als reines Wissensthema, bei dem es an KI-Awareness und Kompetenzen mangelt.
Unternehmen sehen großen Nachholbedarf bei der Kommunikation, der Transparenz und dem Umgang mit Daten. Konkret fehlen strukturierte Zusammenarbeit (Collaboration), der gegenseitige Informationsaustausch (Information Sharing) sowie eine klare Datenklassifizierung.







