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KMU im Fadenkreuz: Die Ransomware-Gruppe 8base steigert Aktivität

8Base hat sich in diesem Sommer in die Top 5 der aktivsten Ransomware-Gruppierungen gearbeitet und hat dabei besonders einen Sektor auf dem Radar: kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Erstmals auf den Plan getreten ist 8base im März 2022 und seit Juni 2023 zeigt sich die Gruppe aktiver als je zuvor. Entsprechend gilt es nun, zu handeln und sich vor einem Einfall der Kriminellen zu schützen.

Eine brisante Mischung

Im Allgemeinen haben KMU eher mit niedrigen Sicherheitsbudgets und Cybersecurity-Mängeln zu kämpfen. Dies ist ein gefährlicher Cocktail, wenn eine Ransomware-Gruppe wie 8base auf sie zukommt. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen müssen sich daher mit der Bedrohung durch 8base vertraut machen und, was noch wichtiger ist, ihre Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz vor 8base verstärken, denn diese hat KMU im Fadenkreuz. Den Angreifer zu verstehen ist dabei der Schlüssel zur Entwicklung besserer Verteidigungsstrategien.

Logpoints Forschung hat die 8base-Infektionskette durch Malware-Analyse aufgedeckt. 8base verwendet mehrere Malware-Familien, um ihre Ziele zu erreichen, darunter SmokeLoader und SystemBC, zusätzlich zur Phobos Ransomware-Nutzlast. Die Ransomware-Gruppe verschafft sich in erster Linie über Phishing-E-Mails Zugang und nutzt die Windows Command Shell und Power Shell, um die Nutzlast auszuführen. Die Angreifer verwenden mehrere Techniken, um sich im System zu halten, die Abwehr zu umgehen und ihre Ziele zu erreichen.

KMU im Fadenkreuz: Notwendige Prävention

Es ist essentiell, dass Sicherheitsteams dazu in der Lage sind, 8base-Aktivitäten im eigenen System rechtzeitig zu erkennen. Das schließt auch verdächtige untergeordnete Prozesse ein, die von Microsoft Office-Produkten gestartet werden. Das kann beispielsweise  die Ausführung von Dateien mit WScript oder CScript oder die Erstellung von geplanten Aufgaben sein. Das Wissen um die relevanten Indikatoren für eine Kompromittierung (IoC) und die Taktiken, Techniken und Verfahren (TTPs) der Angreifer hilft KMU, verdächtige Aktivitäten im Zusammenhang mit 8base proaktiv zu erkennen und zu vereiteln oder wenigstens abzuschwächen.

Die wichtigsten Hilfsmittel für eine robuste Cybersicherheitsstrategie sind in diesem Fall ordnungsgemäße Protokollierung, die Sichtbarkeit von Ressourcen und strenge Überwachung. Diese Komponenten unterstützen dabei, den Überblick über das Netzwerk zu behalten. Außerdem helfen sie, Anomalien wie das Ablegen von Dateien in öffentlich beschreibbaren Ordnern, die Änderung von Registrierungswerten und verdächtige geplante Aufgaben zu erkennen, die auf eine Sicherheitsbedrohung wie 8base hindeuten können. Wer es allerdings versäumt, die notwendigen Sicherheitsbausteine proaktiv vorzubereiten, der läuft Gefahr, ein weiteres Opfer in der immer länger werdenden Liste der Ransomware-Vorfälle zu werden.

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