Deutschlands Krankenhäuser rüsten digital auf

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Deutschlands Krankenhäuser rüsten digital auf

Deutschlands Krankenhäuser rüsten digital auf.

Trotz steigender Cyberbedrohungen geht das deutsche Gesundheitswesen die digitale Transformation mit wachsendem Sicherheitsbewusstsein an. Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen investieren zunehmend in moderne Schutztechnologien, etablieren Notfallpläne und bauen ihre Cyberresilienz aus. Das zeigt eine aktuelle Studie des IT-Sicherheitsherstellers ESET und des Marktforschungsinstituts Techconsult unter 165 Gesundheitseinrichtungen in Deutschland.

Zusammenfassung (TL; DR):

  • Deutsche Krankenhäuser rüsten ihre Cybersecurity strategisch auf, indem sie verstärkt in moderne Angriffserkennung sowie in europäische IT-Lösungen für mehr digitale Souveränität investieren.
  • Laut einer aktuellen Studie verfügen bereits vier von fünf Einrichtungen über Notfallpläne und testen diese Prozesse regelmäßig.
  • Trotz dieser Fortschritte bleibt die Modernisierung aufgrund anhaltender Cyberangriffe, veralteter Systeme und des Fachkräftemangels eine dauerhafte Herausforderung

Krankenhäuser sehen sich schon heute gut auf IT-Sicherheitsvorfälle vorbereitet

Besonders bemerkenswert: Die große Mehrheit der befragten Einrichtungen sieht sich heute bereits gut auf IT-Sicherheitsvorfälle vorbereitet. Rund vier von fünf Krankenhäusern verfügen über einen Notfallplan für schwere Cyberangriffe wie Ransomware-Attacken. Viele Organisationen testen diese Prozesse regelmäßig und schaffen damit wichtige Voraussetzungen, um auch in Krisensituationen handlungsfähig zu bleiben.

“Die Ergebnisse zeigen, dass Cybersecurity im Gesundheitswesen längst auf der strategischen Agenda angekommen ist. Viele Einrichtungen investieren gezielt in ihre Widerstandsfähigkeit und erkennen, dass moderne IT-Sicherheit ein wesentlicher Bestandteil einer zuverlässigen Patientenversorgung ist”, sagt Christian Lueg, IT-Sicherheitsexperte bei ESET.

Wandel bei den geplanten Investitionen

Besonders deutlich wird der Wandel bei den geplanten Investitionen. Mehr als 85 Prozent der befragten Krankenhäuser wollen in den kommenden zwölf Monaten moderne Lösungen zur Angriffserkennung und -abwehr einführen oder ausbauen. Dazu zählen insbesondere Managed Detection and Response (MDR) sowie Endpoint Detection and Response (EDR), die Sicherheitsvorfälle frühzeitig erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten können.

Die Ergebnisse zeigen: Krankenhäuser begnügen sich nicht mehr mit klassischen Schutzmaßnahmen. Stattdessen wächst das Interesse an Technologien, die Bedrohungen aktiv erkennen und die Reaktionsfähigkeit verbessern.

Ein weiteres klares Signal der Studie: Die Gesundheitsbranche setzt zunehmend auf digitale Souveränität. Bereits heute nutzt die Hälfte der befragten Einrichtungen IT-Sicherheitslösungen europäischer Anbieter. Mehr als 80 Prozent können sich vorstellen, künftig auf einen Anbieter aus der Europäischen Union zu wechseln.

Datenschutz, Compliance und Vertrauen

Datenschutz, Compliance und Vertrauen gewinnen damit bei Investitionsentscheidungen weiter an Bedeutung. Die Ergebnisse unterstreichen den Wunsch vieler Einrichtungen, kritische IT-Infrastrukturen auf Basis europäischer Standards abzusichern.

Auch bei den Basismaßnahmen zeigt sich ein positives Bild. Die Mehrheit der Krankenhäuser setzt bereits auf etablierte Schutzmechanismen wie Firewalls, E-Mail-Sicherheitslösungen und Multi-Faktor-Authentifizierung. Gleichzeitig planen viele Einrichtungen zusätzliche Investitionen in Schulungen, Awareness-Programme und die Modernisierung ihrer Netzwerkarchitektur.

Damit entwickelt sich Cybersecurity zunehmend von einer reinen IT-Aufgabe zu einem festen Bestandteil moderner Krankenhausstrategien.

Krankenhäuser begegnen Bedrohungen nicht mit Resignation, sondern mit Investitionen

Die Studie macht deutlich: Der Cyberbedrohung begegnen deutsche Krankenhäuser nicht mit Resignation, sondern mit Investitionen, neuen Technologien und einer stärkeren strategischen Verankerung von IT-Sicherheit. Angesichts der fortschreitenden Digitalisierung werden diese Maßnahmen zu einem wichtigen Baustein für die Stabilität und Zukunftsfähigkeit der Gesundheitsversorgung in Deutschland.

Trotz der erkennbaren Fortschritte stehen viele Gesundheitseinrichtungen weiterhin vor erheblichen Herausforderungen. Mehr als die Hälfte der Krankenhäuser war innerhalb der vergangenen zwölf Monate von einem Cyberangriff betroffen, und jede fünfte Einrichtung meldete daraus resultierende Betriebsunterbrechungen. Gleichzeitig bremsen veraltete IT-Systeme und der anhaltende Fachkräftemangel vielerorts den Ausbau der Cyberresilienz. Die Studie zeigt damit: Der eingeschlagene Weg stimmt, doch die Modernisierung der digitalen Sicherheitsstrukturen bleibt eine Daueraufgabe.

 

 

In welche konkreten Technologien und Lösungen planen die Krankenhäuser in den nächsten zwölf Monaten am meisten zu investieren?

Mehr als 85 Prozent wollen moderne Lösungen zur aktiven Angriffserkennung und -abwehr wie EDR (Endpoint Detection and Response) und MDR (Managed Detection and Response) einführen oder ausbauen. Zudem setzen über 80 Prozent verstärkt auf IT-Sicherheitslösungen europäischer Anbieter, um ihre digitale Souveränität zu stärken.

Welche großen Herausforderungen bremsen den Ausbau der Cyberresilienz im Gesundheitswesen trotz der positiven Trends?

Der Modernisierungsprozess bleibt eine Daueraufgabe, da mehr als die Hälfte<!--TgQPHd|||[]--> der Krankenhäuser in den letzten zwölf Monaten von einem Cyberangriff betroffen war (jedes fünfte mit Betriebsunterbrechung). Hauptbremsen für den schnellen Ausbau sind zudem veraltete IT-Systeme<!--TgQPHd|||[]--> und der anhaltende Fachkräftemangel.

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