NinjaOne: Effizientes Endpoint-Management in Zeiten von NIS2 und Tool-Wildwuchs.
Im Interview mit dem Marktplatz IT-Sicherheit erklärt Andre Schindler, General Manager EMEA bei NinjaOne, wie eine einheitliche IT-Operations-Plattform die Verwaltung von IT-Infrastrukturen revolutioniert. Angesichts steigender Security-Anforderungen durch NIS2 und zunehmender operativer Fragmentierung zeigt er auf, warum die Standardisierung von Prozessen der Schlüssel zu digitaler Souveränität und Cyber-Resilienz ist.
Zusammenfassung (TL; DR):
- NinjaOne vereint essenzielle IT-Disziplinen auf einer zentralen Plattform, um die operative Fragmentierung durch zu viele Einzellösungen zu reduzieren.
- General Manager EMEA, Andre Schindler, betont im Interview, dass Standardisierung und Automatisierung der Schlüssel zu verbesserter Cyber-Resilienz und digitaler Souveränität sind.
- Dank des cloud-nativen SaaS-Ansatzes profitieren Unternehmen und Behörden von schnellen Onboarding-Zeiten sowie flexiblen Vertragsmodellen ohne Plattformgebühren.
Was sind die Kernfunktionen Ihrer Plattform?
NinjaOne ist eine einheitliche IT-Operations-Plattform, die die wesentlichen alltäglichen Disziplinen im Endpoint-Betrieb auf einer Benutzeroberfläche zusammenführt: Endpoint-Management, autonomes Patch-Management, Geräte- und SaaS-Backups, Remote-Control, Service-Desk-Funktionen sowie ein breites Set an Integrationen mit gängigen IT- und Security-Tools. Der Fokus liegt darauf, IT-Teams eine zentrale Sicht – eine sogenannte „Single Pane of Glass“ – für umfassende Transparenz und Kontrolle über ihre gesamte Geräteflotte zu verschaffen. Unsere Lösung ermöglicht es, Prozesse zu standardisieren, repetitive Aufgaben zu automatisieren und die Security-Ergebnisse zu verbessern, ohne mehrere, voneinander getrennte Tools parallel bedienen zu müssen.
Für wen ist die Plattform besonders geeignet?
NinjaOne ist sowohl für interne IT-Organisationen als auch für Managed Service Provider – kurz MSPs – konzipiert, die viele Endpoints effizient und zuverlässig verwalten müssen. Besonders geeignet ist die Plattform für Teams, die den Wildwuchs an Tools und operative Komplexität reduzieren wollen. Sie kombiniert Endpoint-Transparenz, Patchen, Remote-Support und Backups, damit Techniker schneller und konsistenter arbeiten können. Die Plattform wird branchenübergreifend dort eingesetzt, wo Sicherheit, Auditierbarkeit und Resilienz zentrale Anforderungen sind – beispielsweise in Technologie, Fertigung, Finanzdienstleistungen sowie im öffentlichen Sektor.
Womit kämpfen Ihre Kunden am meisten, und welchen Tipp möchten Sie ihnen geben?
Für viele Organisationen ist die häufigste Herausforderung die operative Fragmentierung: zu viele Tools, zu wenig geteilter Kontext und zu viele manuelle Schritte in Prozessen wie Patchen, Endpoint-Fehleranalyse oder Backup-Verifikation. Diese Fragmentierung verlangsamt Reaktionszeiten, erhöht das Fehlerrisiko und erschwert es, Compliance oder Resilienz im entscheidenden Moment nachzuweisen.
Um die Situation zu verbessern, braucht es ehrlich gesagt etwas mehr als nur einen Tipp. In Gesprächen mit unseren Kunden empfehlen wir, zuerst die operativen Prozesse zu standardisieren und sie erst danach zu automatisieren. Starten Sie mit einem klar definierten Zielbild: Was sollte gut funktionieren in puncto Endpoint-Inventar, Patch-SLAs, Backup-Abdeckung und Remote-Support-Workflows? Wenn dieses Zielbild steht, sollte die Automatisierung dafür sorgen, dass die Standards verlässlich eingehalten werden, anstatt dass alles von aufwendigen manuellen Einzelaktionen einzelner Techniker abhängt.
Die Plattform gilt als eine der modernsten und benutzerfreundlichsten Lösungen am Markt. Dadurch verkürzt sich die Onboarding-Zeit für Techniker deutlich. Wie kurz ist dieser Onboarding-Prozess tatsächlich?

NinjaOne setzt auf eine schnelle Time-to-Value: Im Durchschnitt ist die Lösung bei Kunden in weniger als 30 Tagen vollständig ausgerollt, und die Teams sind meist schon nach weniger als zehn Tagen sicher im Umgang damit. In der Praxis bedeutet das: Techniker arbeiten typischerweise schnell produktiv, weil keine Infrastruktur bereitgestellt werden muss und kein langwieriges Implementierungsprojekt erforderlich ist. Da es sich um einen cloud-nativen SaaS-Ansatz handelt, können Teams die Lösung ohne hohen Overhead konfigurieren und skalieren.
Anders als viele Wettbewerber erhebt NinjaOne keine versteckten Plattformgebühren und verlangt keine langfristigen Verträge – eine Politik, die Flexibilität sicherstellen soll. Was ist der Hintergrund?
Der Ansatz von NinjaOne basiert darauf, Reibung für Kunden zu reduzieren – kommerziell ebenso wie technisch. Auf versteckte Gebühren und langfristigen Lock-in zu verzichten, unterstützt ein klares Leistungsversprechen: Die Plattform soll sich im Alltag durch Leistung und messbare Ergebnisse bewähren, nicht durch komplizierte Vertragskonstrukte. Das passt auch zur Realität moderner IT-Teams und MSPs: Prioritäten ändern sich, Umgebungen entwickeln sich weiter, und Organisationen brauchen die Freiheit, zu skalieren oder Anpassungen vorzunehmen, ohne dafür bestraft zu werden.
Digitale Souveränität ist für Cloud-Lösungen wie NinjaOne ein kritisches Thema – insbesondere für deutsche Unternehmen und Behörden. Wie begegnen Sie diesen Bedenken?
Digitale Souveränität beginnt dort, wo Spekulation aufhört: bei Transparenz und Nachweisbarkeit. In Deutschland arbeiten viele Organisationen gleichzeitig an NIS2 und ISO 27001: NIS2 gibt verbindlich vor, was in Sachen Resilienz und Risikomanagement für kritische bzw. wichtige Bereiche erfüllt sein muss. ISO 27001 liefert dazu den international etablierten Rahmen für ein Informationssicherheits-Managementsystem – kurz: ISMS – und für kontinuierliche Verbesserung. Richtig umgesetzt, ergänzen sich beide: NIS2 definiert die Anforderungen, ISO 27001 hilft, sie strukturiert und dauerhaft umzusetzen.
Souveränität ist jedoch nicht nur eine Frage von Frameworks, sondern auch eine Frage des Betriebs. Es braucht konsistente Endpoint-Hygiene – Patchen, Zugriffskontrolle, Backups, Logging –, damit Policies nicht bloß auf dem Papier stehen. Eine einheitliche Plattform hilft Teams, diese Kontrollen wiederholbar umzusetzen, Blind Spots zu reduzieren und tägliche Nachvollziehbarkeit zu schaffen, die bei Audits unterstützt.



NinjaOne GmbH