Digitale Souveränität beginnt mit IT-Sicherheit „Made in EU“
Die geopolitischen Herausforderungen der letzten Jahre zeigen: Europa muss unabhängiger werden – auch in der IT-Sicherheit, das Ziel sollte eine digitale Souveränität sein. Der europäische IT-Sicherheitshersteller ESET warnt davor, sich auf Anbieter außerhalb der EU zu verlassen und fordert Unternehmen sowie Behörden auf, sich bewusst für europäische Lösungen zu entscheiden.
Die Fakten sprechen eine klare Sprache: Laut aktuellen Analysen gehört Europa zu den am stärksten von Cyberangriffen betroffene Regionen weltweit. Allein in Deutschland waren 81 Prozent der Unternehmen von digitaler Kriminalität in verschiedensten Formen betroffen. Gleichzeitig wird deutlich, dass Cybersicherheit nicht nur ein technisches, sondern auch ein geopolitisches Thema ist. Die Frage ist daher nicht, ob Unternehmen eine solche Lösung benötigen, sondern welche.
„In Zeiten politischer Unsicherheiten darf es keine Zweifel an der Verlässlichkeit von IT-Sicherheitslösungen geben“, sagt Thorsten Urbanski, Leiter der TeleTrust Initiative „IT Security made in EU“ und Director of Marketing DACH bei ESET.
„Nur wer auf europäische Anbieter und digitale Souveränität setzt, kann sichergehen, dass Cybersicherheit nicht von geopolitischen Spannungen oder externen Interessen beeinflusst wird. Denn: Im Vergleich zu anderen Bereichen ist Europa im Bereich Cyber-Abwehr und IT-Sicherheit technologisch gut aufgestellt. Bisher mangelte es aber nicht selten am Bewusstsein auf Seiten der Einkäufer.“
Ein Umdenken auf Unternehmensseite hat nach Einschätzung von ESET bereits begonnen. Ganze 44 Prozent der deutschen Unternehmen setzen demnach auf IT-Sicherheitslösungen aus der EU. Zu diesem Ergebnis kommt eine von ESET durch Yougov durchgeführte repräsentative Umfrage. Die gesamten Ergebnisse werden in Kürze veröffentlicht.
Digitale Souveränität: 800 Milliarden für Europas Sicherheit – auch im Cyberspace
Die Europäische Union hat erkannt, dass Sicherheit nicht nur auf dem physischen, sondern zukünftig auch auf dem digitalen Schlachtfeld gewährleistet werden muss. Die EU investiert bis zu 800 Milliarden Euro in die Verteidigung – einschließlich der Cybersicherheitsinfrastruktur.
Denn Hackerangriffe auf kritische Infrastrukturen können verheerende Auswirkungen haben und die nationale Sicherheit ebenso bedrohen wie konventionelle Angriffe, beispielsweise weitläufige Blackouts.
Europäische Hersteller spielen für die digitale Souveränität eine Schlüsselrolle. „IT-Sicherheitslösungen ‚Made in EU‘ stehen für Datenschutz, Transparenz, Rechtsstaatlichkeit“, betont Urbanski. „Unsere Kunden können sich darauf verlassen, dass es in unseren Lösungen keine versteckten Hintertüren oder sogar Kill-Switches für staatliche Akteure gibt.“
Möglichkeiten für den IT-Channel
Alle Zeichen stehen auf Wechsel: In Zukunft werden europäische und deutsche Unternehmen vermehrt auf IT-Sicherheitslösungen aus Europa setzen. Sie entsprechen damit nicht nur der hiesigen strengen Gesetzeslage, sondern stärken mit ihren Entscheidungen den Standort Europa. Für Distributoren, Systemhäuser und Reseller bedeutet das: Der Markt wird sich hin zu mehr europäischen Produkten und Dienstleistungen entwickeln. Der Bedarf nach starken Sicherheitslösungen ist da und das nicht erst seit den aktuellen Ereignissen.
Die IT-Sicherheit ist ein Wachstumsmarkt – insbesondere in global herausfordernden Zeiten. IT-Reseller sollten daher ihr Portfolio mit starken Anbietern aus der EU ergänzen.
Europäische Unternehmen müssen jetzt handeln
Die jüngsten Entwicklungen haben gezeigt, dass IT-Sicherheitslösungen nicht nur ein technisches, sondern auch ein strategisches Thema sind. Die aktuelle Lage sollte ein Weckruf für alle Unternehmen sein, sich unabhängiger aufzustellen.
Mit einer europäischen IT-Sicherheitslösung setzen Unternehmen auf starken Schutz und umgehen gleichzeitig viele Gefahren. Versteckte Hintertüren, Kill Switches und bewusst offengelassene Sicherheitslücken stellen eine große Gefahr für die Integrität von Netzwerken dar.
Urbanski schließt ab: „Es gibt keinen Grund mehr, auf außereuropäische IT-Sicherheitslösungen zu setzen. Europäische Unternehmen müssen ihre digitale Souveränität stärken und sich für eine sichere, unabhängige Zukunft entscheiden.“