NIDS & OT-Security: Warum Netzwerkmonitoring unerlässlich ist

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NIDS & OT-Security: Warum Netzwerkmonitoring unerlässlich ist

NIDS & OT-Security: Warum Netzwerkmonitoring unerlässlich ist.

Network Intrusion Detection Systems (NIDS) sind für die Absicherung von Produktionsumgebungen unerlässlich. Durch Paketinspektion, signaturbasierte Erkennung und Netzwerkverkehrsanalyse können Sicherheitsteams Aktivitäten in ihren Umgebungen beobachten und bösartige Muster erkennen.

Zusammenfassung (TL; DR):

  • In OT-Umgebungen ist Netzwerkmonitoring (NIDS) essenziell, da Endpoint-Agenten oft nicht installierbar sind und der Netzwerkverkehr die wichtigste Quelle für die Sichtbarkeit von Angriffen bleibt.
  • Moderne Ansätze setzen dabei auf spezialisierte Visibility-Plattformen, die unmanaged Geräte identifizieren und ungewöhnliche Kommunikationsmuster in industriellen Protokollen aufspüren.
  • Ein aktueller Trend zeigt zudem, dass Sicherheitsfunktionen zunehmend direkt in Netzwerkkomponenten wie industrielle Switches integriert werden, um eine Überwachung ohne zusätzliche Sensoren zu ermöglichen.

Laut BxC Security, Cybersicherheitsunternehmen für den Bereich Operational Technology (OT) und Industrial Internet of Things (IIoT), ist NIDS gerade in der OT-Security ein wesentlicher Baustein. Denn in Industrienetzwerken, Produktionsanlagen und kritischen Infrastrukturen ist der Netzwerkverkehr nach wie vor eine der wichtigsten Quellen für Verhaltens-Visibility. Ungewöhnliche Kommunikationsmuster zwischen Geräten können unautorisierte Zugriffe oder unerwartete Systeminteraktionen sichtbar machen. Ein Fehlen der Netzwerk-Telemetrie würde diese Sichtbarkeit erheblich einschränken.

Das liegt nicht zuletzt auch an der besonderen Disposition von OT-Umgebungen. Denn häufig können Endpoint-Agenten nicht installiert werden oder sind gar verboten, die Identitäts-Telemetrie ist begrenzt und viele Systeme basieren auf älteren Protokollen. Daher bleibt das Netzwerkmonitoring in OT-Umgebungen eine zentrale Detection-Ebene.

Weiterentwicklung der Netzwerkerkennung: OT-Visibility-Plattformen

Gleichzeitig setzen moderne Infrastrukturen zudem auf eine neue Generation von Plattformen für die  Netzwerk-Visibility. Auf der einen Seite gibt es bestimmte Lösungen, die sich mithilfe von passiver Netzwerkanalyse auf Asset Discovery, Geräteidentifikation und Verhaltensanalysen für unmanaged Geräte fokussieren und so Transparenz über vorhandene Assets und deren Verhalten schaffen.

Auf der anderen Seite integrieren Netzwerkhersteller zunehmend Detection-Funktionen in ihre Infrastruktur. In industriellen Umgebungen enthalten beispielsweise Siemens Scalance-Switches zunehmend integrierte Intrusion-Detection- und Traffic-Analysefunktionen für industrielle Protokolle wie PROFINET oder Modbus. Dadurch können Organisationen industrielle Kommunikation überwachen, ohne zusätzliche Sensoren installieren oder Agenten auf sensiblen Geräten betreiben zu müssen.

„Wir sehen hier einen grundlegenden Trend“, sagt Létitia Combes, Co-Gründerin und Geschäftsführerin von BxC Security. „Detection-Funktionen wandern zunehmend in Netzwerkgeräte, Firewalls und Visibility-Plattformen – und sind nicht mehr ausschließlich auf klassische NIDS-Sensoren beschränkt. Gleichzeitig bleibt NIDS ein zentraler Baustein für die Absicherung von OT-Umgebungen.“

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