CERT-aDvens-February-2026-CTI-Report

Gaming: CERT-aDvens-February-2026-CTI-Report.

In den letzten Monaten hat das CERT von Advens einen deutlichen Anstieg von Zugangsdatendiebstählen durch Gaming-Schadsoftware beobachtet, die den Namen von Videospiel-Add-ons imitiert. Diese Kampagne kann zum Diebstahl persönlicher und mitunter sogar beruflicher Zugangsdaten führen.

Zu den am häufigsten angegriffenen Methoden gehören Mods, Add-ons, Cheat-Menüs und kostenlose Skins, die hauptsächlich über wenig kontrollierte Community-Plattformen verbreitet werden. Der Fall von „Kiddion’s Modest Menu“, einem bei Spielern beliebten Tool zur Modifizierung von Grand Theft Auto V, verdeutlicht diesen Trend. Obwohl das ursprüngliche Projekt regelmäßig imitiert und missbraucht wird, bieten viele inoffizielle Seiten mittlerweile modifizierte Versionen des Mods mit Schadsoftware an. Cyberkriminelle nutzen ein günstiges Umfeld aus: hohe Beliebtheit bei den Nutzern, fehlende Quellcodeüberprüfung, Vertrauen in Gaming-Communities und die Schwierigkeit, „offizielle“ Versionen zu erhalten. Dieser Bericht bietet einen Überblick über die beobachteten Techniken, die identifizierte Schadsoftware und die in diesem Zusammenhang anwendbaren Empfehlungen.

Gaming: Ein Umfeld, das Missbrauch begünstigt

Gaming-Communities bieten ein ideales Umfeld für die Verbreitung von Schadsoftware. Anders als andere Communities fördert die Gaming-Welt die Erstellung inoffizieller Modifikationen. Da diese Mods jedoch von Spieleherstellern als illegal gelten, verfügen sie nicht immer über zuverlässige oder verifizierte Quellen. Dies erleichtert das Eindringen von Schadsoftware, die sich leicht als harmlose Modifikationen tarnen kann.

Zudem besteht ein erheblicher Anteil der Gamer aus Teenagern und jungen Erwachsenen – einer stark vernetzten Zielgruppe, die sich der Risiken der Cybersicherheit oft weniger bewusst ist. Sie laden Dateien eher schnell und ohne gründliche Überprüfung herunter.

Schließlich können der starke Wettbewerb und die Frustration über die eigene Leistung (Niederlagen, Ranglistenplätze, seltene und schwer zu erhaltende Gegenstände) manche Spieler impulsiver machen. Diese Impulsivität erhöht die Wahrscheinlichkeit, auf Links zu klicken, die Cheats, kostenlose Skin-Generatoren oder Hacks versprechen, die angeblich die Leistung verbessern.

Im Jahr 2025 führte das Unternehmen Flare eine Untersuchung zu Infostealer-Kompromittierungen durch und stellte fest, dass 41 % der identifizierten Kompromittierungen von Videospiel-bezogener Software stammten, wobei Grand Theft Auto das am häufigsten angegriffene Spiel war.

Das Whitepaper (in Englisch) gibt einen ausführlichen Überblick über die aktuelle Bedrohungslage, Gaming und viele Sicherheitshinweise.

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