Bitdefender 2026 Global Scam Intelligence Report: Digitaler Betrug an privaten Nutzern im großen Maßstab.
Digitaler Betrug hat sich zu einer anspruchsvollen und Plattform-übergreifend wirksamen kriminellen Industrie entwickelt. Dies belegt der jetzt vorgestellte Bitdefender 2026 Global Scam Intelligence Report. Die Sicherheitsexperten der Bitdefender Labs haben dafür weltweit das cyberkriminelle Geschehen der letzten zwölf Monate analysiert.
Zusammenfassung (TL; DR):
- Der „Bitdefender 2026 Global Scam Intelligence Report“ dokumentiert digitalen Betrug als hochentwickelte, plattformübergreifende Industrie. Allein im Jahr 2025 entstanden Schäden von rund einer halben Milliarde US-Dollar.
- Besonders gefährdet sind dabei Verbraucher unter 35 Jahren. Betrüger nutzen vor allem SMS-Kanäle, unerwünschte Sprachanrufe und gezielten Finanzbetrug für ihre Angriffe.
- Angesichts dieser wachsenden Bedrohungslage reichen herkömmliche Schutzmaßnahmen kaum noch aus, weshalb Nutzer datenbasierte Aufklärung und proaktive Sicherheitswerkzeuge benötigen.
Studie zeigt Entwicklung auf

Der Report von Bitdefender zeigt die Entwicklung des digitalen Betrugs zu einer anspruchsvollen und plattformübergreifenden cyberkriminellen Industrie. Er untersucht die Taktiken und Kanäle der Hacker, um Nutzer anzugreifen. Zudem analysiert der Report, mit welchen Verhaltensmustern die Betrüger weltweit die Verbraucher ins Visier nehmen.
Die Wachstumsrate bei digitalem Betrug ist dabei alarmierend. Die dadurch verursachten Verluste beliefen sich weltweit, laut Schätzung der Experten von Global Anti-Scams Alliance (GASA) und Feedzai, im Jahr 2025 auf rund eine halbe Milliarde US-Dollar. Rund jeder siebte Teilnehmer (14 Prozent) weltweit bestätigte, im letzten Jahr Opfer eines Scams geworden zu sein. Solche Machenschaften sind damit nicht allein ein Problem für die Cybersicherheit, sondern gefährden ernsthaft die finanzielle Sicherheit und digitale Identität sowie den Datenschutz der Betroffenen.
Ergebnisse des Bitdefender 2026 Global Scam Intelligence Report
- Unter 35-Jährige besonders gefährdet: Die Opferrate “Digitaler Betrug” liegt in dieser Altersgruppe mit 20 Prozent etwa doppelt so hoch wie bei den über 55-Jährigen (9,7 Prozent). Die digitalen Betrüger sind ihren Opfern auf soziale und Gaming-Plattformen sowie Nachrichten-Apps gefolgt, mit denen jüngere Nutzer ihre meiste Zeit verbringen.
- Jede zwanzigste Textnachricht zeigt Indizien für einen Betrug: Die gründliche Analyse von SMS-Nachrichten zeigt bei 5,2 Prozent aller untersuchten Nachrichten Hinweise auf eine Kampagneninfrastruktur und koordinierten Betrug. Dies ist eine bedenkliche Quote für einen Kommunikationskanal, dem Nutzer an sich zunächst vertrauen.
- Sprachanrufe bleiben ein ertragreicher Betrugszweig: Die Bitdefender Labs analysierten im Untersuchungszeitraum rund 150 Millionen eingehende Anrufe. 23 Millionen waren unerwünscht: Jeder sechste Anruf, der ein geschütztes Gerät erreichte, wurde als betrügerisch oder nicht erwünscht eingeschätzt. Bitdefender untersuchte mehr als 52 Millionen unterschiedliche Telefonnummern. 500.000 von ihnen verursachten Anrufe, die als unerwünscht gekennzeichnet wurden.
- Finanzbetrug dominiert alle Verbreitungswege: Investment-Betrug, das Phishing nach Bankdaten oder Kryptobetrug sind ständiges Thema in SMS-Nachrichten, Online-Anzeigen in sozialen Medien, WhatsApp-Nachrichten, Telefonanrufen und E-Mails. Die Wege, Nutzer zu ködern, sind je nach Plattform unterschiedlich, aber das Ziel bleibt das gleiche: Opfer sollen schnelle Entscheidungen treffen, bevor sie nachdenken und innehalten können.
Digitaler Betrug: Die Ergebnisse basieren auf Echtzeit-Informationen aus Billionen von URLs und Milliarden von Nachrichten. Diese fußen auf den Beobachtungen von Ökosystemen für Echtzeitanzeigen und Honeypots für Telefonanrufe sowie auf Einsendungen direkt betroffener Anwender. Eine solche Telemetrie zeichnet den Betrug im Moment des Geschehens auf, beleuchtet plattformübergreifend Kampagnen und dokumentiert das Verhalten der Angreifer. Die daraus entstehende Feldstudie gibt sowohl Endverbrauchern, als auch den Sicherheitsexperten eine datenbasierte Aufsicht auf den globalisierten und in großen Maßstab betriebenen Betrug.
Digitaler Betrug – schnell wachsende Mechanismen
„Angesichts schnell immer komplexerer Mechanismen für Online-Betrug haben Endverbraucher zunehmend Schwierigkeiten, ihr digitales Leben zu schützen“, kommentiert Ciprian Istrate, Senior Vice President of Operations der Consumer Solutions Group bei Bitdefender. „Scam mag sich für manche Zuhörer scheinbar harmlos anhören – die Konsequenzen sind alles andere als geringfügig: Identitätsdiebstahl, finanzieller Schaden und globale Offenlegung von Daten. Dieser Report spiegelt unsere anhaltende Absicht und Verpflichtung wider, Bedrohungen auf globaler Ebene zu verstehen.“



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