Fertigungsbranche ist erhöhtem Risiko von Cyberangriffen ausgesetzt

Fertigungsbranche ist durch IoT-Geräte und Industrie-4.0-Initiativen erhöhtem Risiko von Cyberangriffen ausgesetzt

Unzureichende interne Zugriffskontrollen machen es Angreifern leicht, sich seitlich zu verbreiten, geistiges Eigentum zu stehlen und somit den Geschäftsbetrieb zu unterbrechen.

Vectra, der Marktführer für KI-basierte Erkennung von Cyberangriffen und die Verfolgung von IT-Bedrohungen, beobachtet mehrere Besonderheiten bei Angriffen auf die IT in der Fertigungsindustrie. So werden in dieser Branche besonders häufig die Netzwerke von Unternehmen ausgespäht, und Eindringlinge verbreiten sich besonders gern quer durch die Netzwerke der betroffenen Unternehmen. Dies ist auf die schnell voranschreitende Konvergenz von Informationstechnologie in den Unternehmen (Information Technology) und deren Netzwerke für die Betriebstechnik (Operations Technology) zurückzuführen.

Als eines der wichtigsten Ergebnisse des neuen 2018 Spotlight Report on Manufacturing stellt Vectra fest, dass Angreifer, die die Sicherheitsmaßnahmen am Perimeter umgehen, leicht das Netzwerk ausspionieren, sich ausbreiten und Daten stehlen können – ohne durch unzureichende interne Zugangskontrollen behindert zu werden.

Die Fertigungsindustrie war bislang nicht so sehr im Visier der Cyberangreifer, während Angriffe gegen den Einzelhandel, Finanzdienstleister und das Gesundheitswesen immer wieder für Schlagzeilen sorgten. Der Diebstahl geistigen Eigentums und die Unterbrechung des Geschäftsbetriebs sind die Hauptmotive der Angreifer.

„Jüngste Berichte über nationalstaatlich initiierte Cyberangriffe gegen Steuerungssysteme von Versorgungsunternehmen in den USA zeigen: Cyberkriminelle versuchen derzeit heimlich eine Bestandsaufnahme kritischer industrieller Vermögenswerte und geistigen Eigentums vorzunehmen, um den Geschäftsbetrieb in der Produktion zu stören“, erklärte Vikrant Gandhi, Industry Director bei der Analystenfirma Frost and Sullivan.

Weitere wichtige Ergebnisse im Spotlight Report on Manufacturing von Vectra sind:

  • Ein viel größeres Volumen an bösartigen internen Verhaltensweisen, was sehr darauf hindeutet , dass sich Angreifer bereits im Netzwerk befinden.
  • Ungewöhnlich starke Aufklärungsaktivitäten, die ein deutliches Zeichen dafür sind, dass Angreifer die Produktionsnetzwerke bereits auf der Suche nach kritischen Gütern durchstöbern.
  • Ein enormes Aufkommen an Seitwärtsbewegung, was ein starker Hinweis dafür ist, dass sich ein Angriff innerhalb des Netzwerks ausbreitet.

„Die betriebliche Vernetzung im Rahmen von Industrie 4.0, wie etwa im Bereich der industriellen Steuerungssysteme, zusammen mit der zunehmenden Verbreitung von Geräten des industriellen Internets der Dinge (IoT) haben eine massive Angriffsfläche für Cyberkriminelle geschaffen“, kommentierte Chris Morales, Leiter der Sicherheitsanalyse bei Vectra.

Quelle: VECTRA (Foto: arrow/Fotalia)