5 Gründe, für mehr Awareness und wie das Security Awareness Maturity Model Ihnen helfen kann

Die Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen bestimmen von Anfang an den Grad an Sicherheit, der innerhalb der täglichen Arbeitsroutine herrscht. Besitzen die Angestellten nicht das notwendige Sicherheitsbewusstsein, wird schnell unerlaubte Software installiert, es werden schwache Passwörter verwendet und von Verschlüsselung hat der ein oder andere vielleicht schon einmal etwas gehört, sendet die sensiblen Unternehmensdaten dann aber doch lieber per WhatsApp.

Oft geschieht all das, weil Sicherheit einen größeren Aufwand oder spezielle Tools erfordern würde, während Dienste wie WhatsApp hinlänglich bekannt sind und von jedem bereits bedient werden können. Doch genau diese Sichtweise und die damit verbundene Bereitschaft, ein Sicherheitsrisiko einzugehen, gilt es zu eliminieren, und zwar indem unternehmensweit eine entsprechende Security Awareness geschaffen und vor allem aufrechterhalten wird.

Die Sicherheit fängt damit beim Nutzer an, der die IT-Systeme bedient, nicht beim IT-System selbst. Denn so sicher selbiges auch sein mag, wenn der Anwender sich nicht ebenfalls an gewisse Sicherheitsrichtlinien hält, bringt jede noch so ausgeklügelte Sicherheitsstrategie am Ende eher wenig. Der Risikofaktor Mensch gilt daher allgemein als die größte Schwachstelle in kleinen und mittelständischen Unternehmen.

Begegnet wird diesem Problem mit Security Awareness Trainings und Selbstlernangeboten, die das Sicherheitsbewusstsein zunächst einmal erschaffen und dann dauerhaft beibehalten. Auf diese Weise entsteht allmählich eine Kultur der Sicherheit im jeweiligen Unternehmen, bei dem sich Mitarbeiter dann gegenseitig kontrollieren, was wiederum auch den allgemeinen Grad an IT-Sicherheit stark erhöht.

IT-Sicherheit durch Security Awareness sorgt somit maßgeblich dafür, dass eine Atmosphäre geschaffen wird, in der alle Mitarbeiter entsprechend geschult und für das Thema sensibilisiert werden. Durch verschiedene Awareness-Maßnahmen, Kampagnen und gezielte Trainings wird das Sicherheitsverhalten im Unternehmen somit positiv beeinflusst, was die Risiken im Bereich der Cybersicherheit um ein Vielfaches reduziert und damit schlussendlich auch die Kosten und den Aufwand dafür sinken lässt. 

Doch schauen wir uns das Ganze noch einmal ein wenig genauer an. Wie genau wird ein Nutzer denn nun zum Sicherheitsfaktor innerhalb des eigenen Unternehmens?

5 Gründe, warum Security Awareness wichtig ist

Weil Security Awareness für Unternehmen überaus bedeutsam ist, möchten wir Ihnen dies anhand von fünf Gründen noch einmal genauer darstellen. Diese fünf Punkte sollen in erster Linie deutlich machen, was die Auswirkungen von einem hohen Grad an Awareness, also Sicherheitsbewusstsein überhaupt sind, und wie diese maßgeblich zum Erfolg des eigenen Unternehmens beitragen.

Vor allem aber erhöht die notwendige Awareness die IT-Sicherheit drastisch und vereitelt IT-Sicherheitsvorfälle schon lange, bevor potenzielle Angriffe auf IT-Systeme oder Netzwerke erfolgreich durchgeführt werden können. Aber wir möchten diesbezüglich gar nicht vorgreifen, denn die folgenden Punkte zeigen die jeweiligen Einsatzfelder bereits hervorragend an.

1. Weil der Risikofaktor Mensch sich damit in einen Schutzschild verwandelt

Mitarbeiter gelten als Risikofaktor, wenn es um die IT-Sicherheit geht. Doch das muss nicht so sein. Verfügen selbige über einen hohen Grad an Sicherheitsbewusstsein und wurden sie diesbezüglich umfangreich geschult, wandelt sich der Risikofaktor Mensch nämlich schnell zu etwas Positivem. Im besten Fall sind Mitarbeiter dann keine Schwachstelle mehr, sondern stellen die erste wichtige Verteidigungslinie, eine Art von Schutzschild dar, indem sie die Angriffe bereits vereiteln, noch bevor sie überhaupt erfolgreich durchgeführt werden können.

Genau das gelingt aber nur dann, wenn die notwendige Awareness geschaffen wird und zuvor daran gearbeitet wurde, dass dieses Sicherheitsbewusstsein auch entsprechend nachhaltig aufgebaut wurde. Daraus bildet sich dann wiederum eine Art von Sicherheitskultur, bei der Mitarbeiter sich bereits gegenseitig darauf hinweisen, wenn sie etwas Unsicheres im Unternehmen wahrnehmen. Und genau das ist schlussendlich auch das ultimative Ziel.

2. Weil Gesetze und Vorschriften es von Unternehmen verlangen

Je nach Branche und Bereich, in dem Sie mit Ihrem Unternehmen tätig sind, gelten bestimmte Richtlinien, Gesetze und auch strenge Vorgaben in Bezug auf die IT-Sicherheit. Compliance und Regulatorik erfordern daher angemessene Awareness-Maßnahmen, die bereits fester Bestandteil des ISMS (Information Security Management System) geworden sind. Je größer Ihr Unternehmen dabei ausfällt, desto wichtiger wird dieser Punkt in der Regel.

Doch gerade auch in kleinen und mittleren Unternehmen profitieren Sie davon, da viele Aufträge seitens der Kunden nur dann vergeben werden, wenn entsprechende Awareness-Maßnahmen nachgewiesen werden können. Kunden wissen es schlichtweg zu schätzen, wenn IT-Sicherheit im Unternehmen keine Randnotiz, sondern ein wesentlicher Bestandteil der eigenen Identität ist. Schließlich wären auch ihre Daten betroffen, wenn es bei Ihnen im Unternehmen zu einem Datenleck kommt. Letzteres gilt es durch strenge Awareness-Maßnahmen zu verhindern.

3. Weil die Folgekosten damit deutlich reduziert werden können

Für viele Shareholder klingt es fast schon abwegig, dass Investitionen in verschiedene Awareness-Kampagnen dafür sorgen sollen, dass sich die weiteren Kosten im Bereich der IT-Sicherheit reduzieren lassen. Wer jedoch kurz darüber nachdenkt, kommt auch von ganz allein zu dem Schluss. Awareness im eigenen Unternehmen sorgt schließlich dafür, dass Sicherheitsvorfälle seltener werden oder zumindest frühzeitiger gemeldet werden. Einfache Cyberangriffe kommen also meist gar nicht mehr durch, weil alle Mitarbeiter über das notwendige Sicherheitsbewusstsein und Knowhow verfügen und dementsprechend geschult sind, diese abzuwehren oder zeitnah zu melden. 

Haben Angriffe keinen Erfolg mehr, können sie auch keinen großen Schaden anrichten, was dann wiederum die Kosten für weitere Maßnahmen senkt. Gerade bei großen Angriffen braucht es ansonsten oft die Hilfe von digitalen Ersthelfern oder spezialisierten Firmen, die der eigenen IT im Unternehmen unter die Arme greifen. All diese Kosten lassen sich mit entsprechender Awareness jedoch einsparen oder mindestens stark reduzieren. Folgekosten entstehen auf diese Weise gar nicht erst und wenn doch, fallen sie eher geringfügig aus.

4. Weil Awareness das Incident Management nachhaltig verbessert

Das Incident Management beschreibt im Wesentlichen den gesamten Ablauf, nachdem ein Sicherheitsvorfall im eigenen Unternehmen erkannt wurde. Wie eben in Punkt drei bereits geschildert, senkt ein hoher Grad an Awareness für gewöhnlich auch die Kosten der notwendigen Maßnahmen, die nach einem entsprechenden Sicherheitsvorfall eingeleitet werden müssen. Gleichzeitig optimiert das erhöhte Sicherheitsbewusstsein aber auch das Incident Management selbst.

Das geschieht durch verbesserte Abläufe, schnellere Meldungen der Vorfälle, korrekte Reaktionen und einer viel höheren und vor allem eben schnelleren Erkennungsrate von Problemen. Somit kann zeitnah und zielgerichtet auf ebendiese reagiert werden. Awareness bei den Mitarbeitern ist also immer auch maßgeblich dafür verantwortlich, dass das Incident Management und somit die Incident Response verbessert wird. Ohne Awareness gibt es somit auch keine zeitnahe Erstreaktion.

5. Weil sensible Daten auf diese Weise geschützt und die Geschäftskontinuität aufrechterhalten werden kann

Security Awareness reduziert das Risiko, Opfer eines großangelegten Cyberangriffs zu werden. Awareness schützt zudem sensible Daten im Unternehmen, weil das Sicherheitsbewusstsein allgemein dafür sorgt, dass Mitarbeiter mit den sensiblen Daten auch deutlich bedachter umgehen. Gleichzeitig hält Awareness die Geschäftskontinuität dauerhaft aufrecht, da es so nie zum Eingriff durch das betriebliche Kontinuitätsmanagement kommen muss.

Herrscht eine Kultur der Sicherheit im eigenen Unternehmen und sind sich alle Mitarbeiter stets darüber bewusst, dass die IT-Sicherheit eine zentrale Rolle spielt, werden sensible Daten auch entsprechend geschützt und der Geschäftsbetrieb kann dauerhaft aufrechterhalten werden. Beides Punkte, die in einem erfolgreichen Unternehmen von großer Bedeutung sind und die durch Awareness-Maßnahmen entsprechend verankert werden können.

Wie das Security Awareness Maturity Model für mehr Awareness im Unternehmen sorgt

Das Security Awareness Maturity Model beschreibt im Grunde ganz einfach die Lernkurve in Bezug auf die IT-Sicherheit oder besser gesagt das herrschende IT-Sicherheitsbewusstsein. Innerhalb des Security Awareness Maturity Models existieren dann unterschiedliche Punkte, die Mitarbeiter durchlaufen müssen, ehe die notwendige Awareness aufgebaut und verinnerlicht wurde. Das Security Awareness Maturity Model, welches manchmal auch einfach als Security Awareness Curve bezeichnet wird, dient somit als moderner Ansatz, um das Bewusstsein für die Cybersicherheit im Unternehmen kontrolliert und zielgerichtet zu stärken.

Allgemein wird das Security Awareness Maturity Model dabei in verschiedene Grade aufgeteilt, die dann jeweils verdeutlichen, auf welchem Stand sich das Wissen der Mitarbeiter gerade befindet. Die verschiedenen Stufen, die das Security Awareness Maturity Model beinhaltet, sind dabei die folgenden.

1. Unwissenheit: Auf der ersten Stufe (auf Englisch Ignorance) besitzen die Mitarbeiter noch keinerlei Sicherheitsbewusstsein. Sie kennen sich nicht aus und Sicherheitsrisiken sind ihnen gänzlich fremd. Wenn überhaupt, dann gibt es nur ganz selten Trainings in Bezug auf die IT-Sicherheit und selbst die sind auf dieser Stufe eher eine Besonderheit.

2. Bewusstsein: Die zweite Stufe (auf Englisch Awareness) beschreibt den Zustand, in welchem Mitarbeiter bereits erkennen, dass Sicherheit einen relevanten und wichtigen Teil innerhalb ihrer Arbeit einnimmt. Es gibt also schon ein Bewusstsein dafür, welches die Mitarbeiter ein wenig sensibilisiert hat. Jedem Mitarbeiter ist also durchaus klar, dass IT-Sicherheit bei seinen Aufgaben im Unternehmen eine zentrale Rolle spielen sollte. Es existiert somit auch bereits ein grundlegendes Sicherheitsbewusstsein.

3. Verständnis: In der dritten Stufe (auf Englisch Understanding) geht es dann um das Verstehen. Auf dieser Stufe gibt es nicht nur ein Bewusstsein dafür, warum IT-Sicherheit wichtig ist, sondern es herrscht auch ein reges Verständnis dafür, was Cybersicherheit im Detail ausmacht. Mitarbeiter auf dieser Stufe können Schwachstellen klar benennen, wissen über Sicherheitsrisiken bestens Bescheid und kennen potenzielle Bedrohungen und Einfallstore bereits gut. Sie haben verstanden, was IT-Sicherheit ist und was sie für ihren Arbeitsalltag bedeutet.

4. Akzeptanz: In der vierten Stufe (auf Englisch Acceptance) akzeptieren Mitarbeiter zudem, dass es unter Umständen komplizierte Zwischenschritte geben kann oder gar komplexe Zugangssysteme erfordert, die sie einsetzen müssen. Weil sie die IT-Sicherheit auf dieser Stufe bereits verstehen, erkennen und akzeptieren sie auch die notwendigen Maßnahmen, die ihnen im Alltag vielleicht unangenehm auffallen können oder einen Umweg in ihrer Arbeitsweise erfordern. Jedoch herrscht hier eben bereits das Bewusstsein dafür, dass dies dennoch absolut notwendig und wichtig für die IT-Sicherheit des gesamten Unternehmens ist.

5. Verhaltensänderung: In der fünften Stufe (auf Englisch Behavior Change) verändert sich dann auch wirklich das gesamte Verhalten. Neben dem Verständnis und der Akzeptanz folgen hier nun also auch Taten. Mitarbeiter handeln gemäß den Sicherheitskonzepten, sind proaktiv, wenn es um Sicherheitsfragen geht, und es herrscht eine Art von Sicherheitskultur, die von allen Mitarbeitern gleichermaßen aufrechterhalten und getragen wird. Awareness ist hier an der Tagesordnung und die IT-Sicherheit somit ein zentraler Punkt während des gesamten Arbeitstags.

Das Security Awareness Maturity Model funktioniert durch die unterschiedlichen Stufen relativ einfach. Je höher die Stufe, desto mehr Awareness herrscht im Unternehmen und desto höher fällt auch die IT-Sicherheit aus. Angestrebt werden sollte natürlich immer Stufe fünf, die mit Schulungen und Maßnahmen auch problemlos erreicht werden kann. Nur ist es eben eine Reise, die nicht von heute auf morgen beendet sein wird.

Security Awareness ist vielmehr ein anhaltender Prozess, der in Unternehmen eine Sicherheitskultur schafft und dann dauerhaft aufrechterhält. Durch ständige Wiederholung und Verdeutlichung moderner Angriffsarten werden Mitarbeiter somit für Attacken und Schwachstellen sensibilisiert. Deshalb ist es auch so wichtig, dass die Awareness auch regelmäßig trainiert wird. Zum Beispiel mit Selbstlernangeboten, die verschiedene Fragebögen mitbringen.

Online-Selbstlernangebot für das Security Awareness Training einsetzten

Ein guter Startpunkt, um sich der eigenen IT-Sicherheit im Unternehmen bewusst zu werden, ist das Online-Selbstlernangebot für IT-Sicherheit. Hier durchlaufen Sie mehrere Tests und Fragen, um herauszufinden, wie es mit Ihrem Wissen in Bezug auf die IT-Sicherheit bestellt ist. Es dient als Selbstlernangebot natürlich auch für die regelmäßige Weiterbildung online, die mit Videos, Quiz und Literaturhinweisen viele Ansatzpunkte liefert, um das Gelernte anschließend noch weiter zu verinnerlichen. Zudem wird das Selbstlernangebot beständig aktualisiert, damit Sie jederzeit auf dem neuesten Stand bleiben oder Ihre Mitarbeiter entsprechend schulen können.

Dabei eignet sich das Selbstlernangebot für IT-Sicherheit auch ganz besonders für kleine und mittlere Unternehmen (KMUs), die Security Awareness und alle weiteren Aspekte einer ausgefeilten IT-Sicherheitsstrategie besonders ernst nehmen. Neben diesem praktischen Angebot finden Sie zudem noch viele weitere Ratgeber bei uns auf der Website. Stöbern Sie daher unbedingt ein wenig auf unserer Seite, um mehr praktische Tipps, Tricks und Empfehlungen in Bezug auf Awareness und Cybersicherheit zu erhalten. Sie finden hier auch eine Menge detaillierter Ratgeber zu diesem Thema.

Für uns ist es wichtig, dass die Security Awareness in die Köpfe von Mitarbeitern und Führungskräften gelangt. Speziell die Führungskräfte haben hier eine Vorbildfunktion inne, mit der sie die Werte im eigenen Unternehmen repräsentieren und daher auch weitergeben können. Denn Awareness setzt immer auch eine Sicherheitskultur bei allen Beteiligten voraus, und zwar bis in die oberste Chefetage. Sicherheit fängt bei der Unternehmensführung an.

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