Zahlungskartenbetrug finanziert Terrorismus und andere grenzüberschreitende S...

Neue Untersuchungen von Terbium Labs

Forscher des Data Intelligence Unternehmens für das dunkle Web, Terbium Labs, hat die Ergebnisse neuer Untersuchungen zur Erforschung der stark vernetzten Natur von Zahlungsbetrugsfällen und grenzüberschreitender Kriminalität veröffentlicht. Die Ergebnisse des Berichts veranschaulichen die weitreichenden Auswirkungen von Zahlungsbetrug – wo und wie gestohlene Zahlungskartendaten verwendet werden, um entweder die Erträge aus umfangreichen, illegalen kriminellen Aktivitäten für Finanzierungszwecke oder für Geldwäsche rund um den Globus zu verwenden.

Die Untersuchungen des Berichts unter dem Titel „The Next Generation of Criminal Financing: How Payment Fraud Funds Transnational Crime“ (Die nächste Generation von Finanzierungen krimineller Aktivitäten: Wie Zahlungskartenbetrug grenzüberschreitende Straftaten finanziert) zeigen geographische Aufschlüsselungen und Fallstudien realer Fälle, wie Zahlungskartenbetrug genutzt wird, um Geldwäsche durch organisierte Verbrechersyndikate zu betreiben, die Kosten für Drogen-, Waffen- und Menschenhandel und materielle Unterstützung für terroristische Gruppierungen in Höhe von mehreren Milliarden Dollar bereitstellen zu können.

Die Forscher analysierten während der zehn Jahre dauernden Untersuchungsphase von 2008-2018 in den Vereinigten Staaten, in Großbritannien, Australien, Kanada, Deutschland und Russland Tausende von Fällen. Die Daten stammten aus einer öffentlich verfügbaren Dokumentation über eine internationalen Reihe krimineller Fälle und Rechtsprechungsdatenbanken. Die Ergebnisse weisen weit verbreitete Lücken und Inkonsistenzen in der kriminellen Dokumentation auf, da die Opfer häufiger dazu neigen, sich an die Finanzinstitute für eine rasche Rückerstattung und nicht durch Berichterstattung an eine Strafverfolgungsbehörde zu wenden. In ähnlicher Weise behandeln Finanzinstitute und Zahlungskartenbetreiber einen Zahlungskartenbetrug lediglich als einen zu erwartenden Zahlungsausfall im Rahmen ihres Geschäftsbetriebs und berichten nicht immer über die betroffenen Konten oder die Betrugsanzeigen der jeweiligen Kunden.

Diese Lücken in der Berichterstattung verdecken den wahren Umfang und die Verbreitung der Betrugsfälle, um grenzüberschreitende Straftaten zu finanzieren. Daher sind die Ergebnisse in diesem Bericht lediglich die Spitze des Eisbergs und unterstreichen die dringend benötigte Reform durch Finanzinstitute und Strafverfolgungsbehörden, wie sie die Fälle dokumentieren, untersuchen und schließlich damit umgehen müssen, um Zahlungskartenbetrug vorbeugen zu können.

„Mit Zahlungskartenbetrug auf einem historischen Höchststand und der Präsenz des Zahlungskartenmarkts im dunklen Web wird dem Betrug Tür und Tor geöffnet. Daher muss die Finanzbranche mehr unternehmen, um den Zahlungskartenbetrug zu bekämpfen – nicht nur, um ihre eigenen Kosten zu reduzieren, sondern auch um die Finanzierung schwerer Kriminalität mit globaler Auswirkung zu beenden“, so Danny Rogers, CEO von Terbium Labs. „Automatisierte Echtzeit-Intelligenz bei gestohlenen Zahlungsdaten im dunklen Web kann helfen, dass Institutionen ihre Betrugsmanagementanstrengungen verbessern und Daten des dunklen Web in Common-Point-of-Purchase- (CPP)Analysen, in ihrer Risikobewertung und bei ihren Betrugseinschätzungsfähigkeiten berücksichtigen, um Betrugsversuche bereits bevor sie sich ereignen vorhersagen, bekämpfen und ausschalten zu können.“

Zusammenfassung der wichtigsten Untersuchungsergebnisse

• Nordamerika verzeichnet die höchste Rate für Terrorismus in Verbindung mit Betrugsfällen mit einer mehr als siebenfach höheren Rate als in Europa. • Europa insgesamt verzeichnet signifikante Betrugsraten in Bezug auf organisiertes Verbrechen, Drogenhandel und Geldwäsche. • In Osteuropa wird Zahlungskartenbetrug verwendet, um Drogenhandel, Geldwäsche und organisierte Kriminalität zu unterstützen. • Westeuropa weist höhere Raten einer Verbindung von Zahlungskartenbetrug und Menschenhandel auf. • Selbst bei größeren Lücken in der Falldokumentation identifizierten die Forscher einen Verlust von mehr als 1 Milliarde US-Dollar durch Betrugsfälle in Zusammenhang mit den untersuchten grenzüberschreitenden Straftaten.

„Zahlungskartenbetrug ist nicht einfach nur ein Betrugsproblem. Er kann nicht länger als gewaltloser Betrugsfall, bloßes Ärgernis oder eine unvorteilhafte Kostensituation als Folge einer Geschäftstätigkeit gesehen werden“, so Emily Wilson, Vice President of Research bei Terbium Labs. „Strafjustizbeamte müssen ein umfassenderes Verständnis für die Rolle dieser Betrugsfälle entwickeln, die sie bei schwerwiegenden Kriminalfällen und der sich verändernden Betrugslandschaft spielen. Wir fordern das Strafjustizsystem dazu auf, aktualisierte, standardisierte Berichterstattungsanforderungen für Untersuchungen und Falldokumentationen zu veröffentlichen, um die Verbindungen zwischen Zahlungskartenbetrugsfällen und grenzüberschreitenden Straftaten korrekt und konsequent verfolgen zu können.“

Mehr über die angewendete Methodologie und auch zum Thema „The Next Generation of Criminal Financing: How Payment Fraud Funds Transnational Crime“ unter: https://go.terbiumlabs.com/rd-wp-next-gen-criminal-financing-pr

Wo und wie gestohlene Zahlungsdaten bei grenzüberschreitender Kriminalität auf der ganzen Welt verwendet werden.

Quelle: Business Wire