WhatsApp Werbung – ab jetzt möglich!

Ab heute könntet ihr mit WhatsApp Werbung konfrontiert werden. Ein Abkommen welches die WhatsApp Gründer nach dem Verkauf des Messengers mit Facebook hatten, ist heute abgelaufen. Dieses Abkommen beinhaltete, dass WhatsApp bis heute kein Geld in den Facebook Konzern spielen darf.

Um nun mit WhatsApp Werbung Geld zu verdienen, sollen Anzeigen in der Status Funktion eingespielt werden. Wann genau die Plattform anfängt Werbung zu verteilen steht noch nicht fest. Im Laufe von 2019 soll es aber soweit sein. Wir diskutieren in diesem Blogpost nun die Bedeutung und mögliche Alternativen ohne Werbung zu WhatsApp.

Wo kommt die Werbung bei WhatsApp hin?

Die Statusfunktion wurde im Laufe der letzten zwei Jahre relativ still bei WhatsApp ausgerollt. Ähnlich wie bei Instagram Stories können Nutzer hier Fotos oder Videos mit all Ihren Kontakten teilen. Diese sind jedoch zeitlich begrenzt. Angeblich nutzen 450 Millionen Nutzer weltweit diese Funktion.

Durch diese Änderung können Unternehmen nun auch in der WhatsApp Statusfunktion Werbung schalten. Die Frage ist, wie die Personalisierung der Werbung stattfindet. Ein erstes Indiz könnte der Ende Januar 2019 angekündigte Vorstoß sein, die drei Plattformen Facebook, WhatsApp und Instagram zu verschmelzen. So kann ein genaues Profil eines Nutzers erstellt werden und die Werbung zielgenau ausgerollt werden.

Dies sorgt natürlich für eine Menge Unmut, insbesondere in Deutschland und Europa, wo mit der DSGVO im letzten Jahr erst ein Schritt hin zu mehr Datensouveränität gemacht wurde. Die immer größer werdende Sammlung und Auswertung von Daten könnte für ein Umdenken vieler Nutzer sorgen und einen Messenger-Wechsel anstoßen. Wir haben hier jetzt die unserer Meinung nach besten Alternativen.

Die WhatsApp Werbung umgehen – das sind Alternativen!

Es gibt unterschiedliche Alternativen zu WhatsApp – allerdings gibt es unserer Meinung nach zwei die besonders im privaten Bereich relevant und erfolgsversprechend sind.

Die erste Alternative ist das schweizerische Threema. Die App bietet geprüfte Ende-zu-Ende Verschlüsselung und verlangt bei der Registrierung und Nutzung keine Telefonnummer. Dann werden Kontakte über einen alphanumerischen Code hinzugefügt. Gruppenchats werden zudem dezentral verwaltet, sodass Threema nicht weiß, wer in welchen Gruppen ist. Dies hat allerdings auch den Nachteil, dass sobald ein Admin aus der Gruppe raus ist die Gruppe nicht mehr verwaltet werden kann.

Threema (3,49 €, App Store) →

Eine weitere Aternative ist Signal. Textnachrichten und Telefonanrufe sind Ende-zu-Ende verschlüsselt und der Messenger ist quelloffen. Das bedeutet, der Quellcode kann frei verfügbar eingesehen werden und durch eine Community geprüft werden. Die Telefonnummer muss bei diesem Messenger angegeben werden. Ein Nachteil von Signal ist die etwas spärlich gestaltete Benutzeroberfläche.

Beide Whatsapp Alternativen enthalten keine Werbung.

Insbesondere Telegram wird häufig als dritte sichere und werbefreie Alternative genannt. Wir raten von der Nutzung von Telegram ab. Es werden beispielsweise immernoch unverschlüsselte Chats angeboten und auch das selbst entwickelte kryptographische Protokoll verknüpft Komponenten nicht in bewährter Weise. Außerdem wird oft kritisiert, dass die serverseitige Umsetzung des Protokolls nicht quelloffen ist, was ebenfalls zu Misstrauen führt.

Signal - Private Messenger (Kostenlos, App Store) →

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