Nur die Hälfte der deutschen IT-Entscheider vertraut auf eine ordnungsgemäße ...

Lediglich die Hälfte (55 Prozent) der IT-Entscheidungsträger in Europa ist der Überzeugung, dass andere Organisationen ihre personenbezogenen Daten ordnungsgemäß verwalten – in Deutschland sind es mit 48 Prozent nur weniger als jeder Zweite. IT-Experten sind allgemein darüber besorgt, wie viele Unternehmen Zugriff auf ihre Daten haben, und zeigen geringes Vertrauen in die Branchenkollegen. Das geht aus einer Kaspersky-Studie anlässlich der im kommenden Mai 2018 in Kraft tretenden EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) hervor [1].

Die Umfrage von Kaspersky Lab unter Technologiefachkräften in Europa zeigt, dass für eine große Mehrheit der Befragten (73 Prozent) der Schutz ihrer personenbezogenen Daten wichtig ist. Allerdings sorgen sich knapp zwei Drittel (64 Prozent), wie viele Organisationen Zugang dazu haben, ebenfalls sind zwei Drittel (67 Prozent) beunruhigt, dass ihre persönlichen Informationen gehackt werden könnten. IT-Entscheidungsträger sind sich der Gefahren für personenbezogene Daten eher bewusst, da sie selbst täglich damit umgehen. Immerhin ein Drittel der Befragten (32 Prozent) ist jedoch wenig zuversichtlich, dass die eigene Organisation nachweisen kann, woher die personenbezogenen Daten stammen und wie diese gespeichert werden. Im Hinblick auf die Anwendbarkeit der neuen EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ab Mai 2018 kann dies jedoch Konsequenzen nach sich ziehen [2].

Vertrauen in Datenschutz: Deutsche IT-Entscheider europaweit am kritischsten

Es zeigt sich auch eine Diskrepanz auf europäischer Ebene, was das Vertrauen in den Datenschutz angeht: in Frankreich vertrauen drei Viertel (76 Prozent) der IT-Entscheidungsträger darauf, dass Organisationen ihre Daten schützen, in Großbritannien 56 Prozent und in Deutschland nur 48 Prozent.

„IT-Experten stehen täglich vor der Herausforderungen Daten vor Cyberbedrohungen zu schützen und sind sich der Konsequenzen eines Sicherheitsvorfalls bewusst“, so Stefan Rojacher, Corporate Communications Manager DACH & CEE bei Kaspersky Lab. „Es ist jedoch bedauerlich, dass ihre Erfahrungen zu einem Vertrauensverlust in Organisationen und Kollegen geführt haben. Dies zeigt, dass es noch ein langer Weg sein wird, bis Unternehmen die Daten, die ihnen anvertraut werden, tatsächlich und auch im Zusammenhang mit der DSGVO ausreichend schützen.“

Mehr zur Kaspersky-Studie „From overwhelmed to empowered: The IT department’s GDPR journey towards good data health” ist hier abrufbar. [1] Die Studie wurde im Auftrag von Kaspersky Lab im April 2017 von Arlington Research durchgeführt. Dazu wurden über 2.000 IT-Entscheider aus Unternehmen mit 50 oder mehr Mitarbeitern in ganz Europa sowie 300 aus Deutschland zu ihren Ansichten und ihrer Wahrnehmung der EU-Datenschutz-Grundverordnung befragt. https://go.kaspersky.com/Global_GDPR_Journey_SOC_2017.html [2] Die Geldstrafen betragen bis zu 20 Millionen Euro oder bis zu 4 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes, siehe https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Neues-Bundesdatenschutzgesetz-im-Bundestag.html